Alle auf den Trainer Für die Lütten ist es ein Riesenspaß, wenn Frank Alster im Tor „steht“ – und sie auf ihn schießen dürfen Foto: ar

Fußball ist so viel mehr

Frank Alster zeigt schon den Bambinis, was es bedeutet, ein Team zu sein

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Seit knapp 30 Jahren steht Frank Alster als Trainer auf dem Spielfeld. Eine Aufgabe, der er mit Leidenschaft nachgeht. Denn seinen Spielern bringt er nicht nur die Fußball-Regeln bei…

 

„Das Runde muss in das Eckige“. Oder: „Das nächste Spiel ist immer das Schwerste“. Diese Zitate von Trainerlegende Sepp Herberger sind Kult. Aber noch ein Satz ging in die Fußball-Geschichte ein: „Elf Freunde müsst ihr sein.“ Und dieses Motto gilt auch für Frank Alster (50). Denn der Trainer von Germania Schnelsen zeigt seinen Spielern, dass Fußball viel mehr ist, als nur die Jagd auf Tore…

„Für mich ist Fußball vor allem ein Gemeinschaftsgefühl“, sagt er. Und genau das will er seinen Spielern vermitteln. Aktuell trainiert er die „Bambinis“, Drei- bis Vierjährige, die zum ersten Mal auf einem Fußballplatz stehen. „Ich möchte ihnen zeigen, dass man nur als Team stark ist. Und dass das manchmal auch heißt, dass man seine eigenen Bedürfnisse zurückstellen muss.“ Das gilt für ihn nicht nur auf dem Platz, sondern „im Beruf, in der Freizeit, in der Familie. Das sind Werte fürs Leben“, sagt er. Um diesen Teamgeist zu stärken, gibt es bei ihm feste Rituale: „Wir fangen gemeinsam an und hören zusammen auf.“

Dazu lernen die Kleinsten bei ihm auch, wie wichtig Fairness ist – auf dem Platz und im Leben. „Ich möchte lieber ein Spiel fair verlieren als unfair gewinnen“, sagt Frank Alster. „Schließlich möchte ich von anderen Menschen auch fair behandelt werden.“ Und so erfahren die Kids bei ihm ganz spielerisch Konflikte auszutragen. „Wenn ein anderes Kind kommt und mir den Ball wegnimmt – dann kann das zum Streit führen. Bei mir gilt dann: Erst vertragen, dann wird weiter gespielt.“ Frank Alster lacht. „Die Kleinen können das meistens sehr gut alleine regeln. Man muss sie nur lassen.“

Was ihn ganz besonders freut: „Heute kommen meine ehemaligen Spieler, freuen sich immer noch mich zu sehen. Oder sie sind mittlerweile Familienväter und schicken ihre Kinder zu mir. Dann kann ich nicht so viel falsch gemacht haben…“ ar

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