Neue Unterkünfte

Schnelsen 88: Container als Zwischenlösung für Bewohner des Pavillondorfs

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Knapp 4000 Flüchtlinge sind im Bezirk Eimsbüttel untergebracht, etwas mehr als 1000 von ihnen in Schnelsen, in insgesamt drei Unterkünften. Nach Willen der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) soll nun eine weitere hinzukommen.

 

Auf der Dreiecksfläche nördlich der Holsteiner Chaussee 387 sollen im ersten Quartal 2017 168 Plätze für öffentlich-rechtliche Unterbringung geschaffen werden. Nach derzeitiger Planung sind auf dem privaten Grundstück, dass der Stadt zur Miete angeboten wurde, fünf zweigeschossige Containerwohnmodule sowie zwei zweigeschossige kombinierte Wohn- und Verwaltungsmodule geplant.  Der Mietvertrag zwischen dem städtischen Betreiber „fördern und wohnen“ und dem Grundstückseigentümer ist bereits bis 2019 geschlossen. Zudem wurde eine zweimalige Verlängerungsoption um jeweils ein Jahr vereinbart. „Der Standort befindet sich im Baugenehmigungsverfahren. Sobald die Genehmigung erteilt wurde, kann mit den Bauarbeiten begonnen werden. Sie wird eine Befristung enthalten, sodass der Standort nach diesem Zeitraum zurückgebaut werden muss“, erläutert Dr. Elmar Schleif, Sprecher des Bezirksamts Eimsbüttel. Grund für die Befristung: Der neue Standort soll überwiegend den Bewohnern (Wohnungslose und Flüchtlinge)  der bestehenden Unterkunft Holsteiner Chaussee 397 zur Verfügung stehen.

Wie berichtet, entstehen dort im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens „Schnelsen 88“ feste Wohnungen für beide Gruppen. Ein Vorhaben, das im Schnelsener Quartier Burgwedel bereits seit längerem für Unmut sorgt. In der Begründung zum B-Plan „Schnelsen 12“, der im Jahr 2000 festgestellt wurde, ist die betreffende Fläche an der Holsteiner Chaussee nämlich explizit als Ausgleichsfläche für die Bebauung in Burgwedel mit den B-Plänen Schnelsen 12, 14, 33  und 72 genannt und zum Teil als private Grünfläche mit der Bestimmung Dauerkleingärten ausgewiesen.

So haben sich gegen das neue Vorhaben bereits Bürgerproteste formiert. Vor allem die unmittelbar betroffenen Anwohner zweifeln an der Befristung der neuen Unterkunft, befürchten eine Ausweitung der Flüchtlingsunterbringung durch die Hintertür.    Außerdem werde, wie schon beim B-Plan-Verfahren „Schnelsen 88“, durch das Bauvorhaben an der Holsteiner Chaussee 398 der bestehende B-Plan „Schnelsen 12“ und dadurch wiederum der Grüngürtel verletzt. cs

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