Das weiße Haus der Begegnungsstätte wird abgerissen. Eine geeignete Ersatz-Immobilie wurde nicht gefunden Foto: bk

Ende der Begegnungsstätte

Das Ein-Euro-Mittagessen wird nicht mehr fortgeführt

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Für die Begegnungsstätte des Diakonischen Werks wird es kein neues Zuhause geben. Dies teilte der evangelische Kirchenkreis dem Wochenblatt auf Anfrage mit. Die Bemühungen, das Angebot mit dem Ein-Euro-Mittagessen für arme Menschen an neuer Stelle weiterzuführen, sind damit gescheitert. Zuletzt kam auch der Kauf eines Objektes in Schnelsen für einen Tagestreffpunkt nicht zustande.

 

Das Diakonische Werk Hamburg-West/Südholstein überlegt nun, stadtteildiakonische Projekte in Schnelsen, Eidelstedt und Bahrenfeld einzurichten. Das teilte Kirchenkreissprecherin Dr. Monika Rulfs auf Anfrage mit.

Noch im Sommer hatte es vom Kirchenkreis geheißen: „Bis Ende August rechnen wir damit, die Pläne, wie es mit der Begegnungsstätte ab Herbst weitergeht, vorstellen zu können.“ Danach herrschte Funkstille. Erst auf Nachfrage hin wurde jetzt zugegeben, dass es keine Fortsetzung mehr gibt. Für den Stadtteil Niendorf ist der Verlust allerdings klein, denn fast alle Gäste kamen aus anderen Stadtteilen und sind woanders auch mit Angeboten versorgt.

An der Ecke Friedrich-Ebert- Straße/Max-Zelck-Straße, wo jetzt die Begegnungsstätte und das „Haus der Kirche“ stehen, will der Kirchenkreis ein neues Verwaltungszentrum bauen. Obwohl die Mitarbeiter aus dem Haus der Kirche schon vor fast einem Jahr woanders eingemietet wurden, tat sich bisher fast nichts, weil die Pläne nachträglich um ein viertes Obergeschoss erweitert wurden.

 Nach Auskunft des Kirchenkreises sollen die Abbrucharbeiten nun „im Spätherbst“ beginnen. Die Bäckerei Hönig hat ihren ebenfalls davon betroffenen Laden bereits geschlossen und ist in einen Übergangs-Container umgezogen. Der Kirchenkreis rechnet damit, dass alle Bauarbeiten Ende 2018 abgeschlossen sind. bk

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