Wollte als Trainer kürzer treten jetzt springt Germania Schnelsen-Präsident Jörg Wohlgemuth bei den 1. Herren ein – bis ein neuer Coach gefunden ist Foto: ar

Trainer kündigt per What’s App

Rückschlag für Germania Schnelsen

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Germania Schnelsen kommt nicht zur Ruhe. Jetzt warf
Landesliga-Trainer Mario Runge das Handtuch – zwei Stunden vor dem Spiel. Eine
Entscheidung mit Folgen…

Ein Blick auf die Tabelle zeigt: Für die 1. Herren von Germania Schnelsen läuft es aktuell nicht gerade rund. Platz 14, da sind Siege dringend nötig. Doch statt Motivation gab’s vom Trainer die Kündigung – per What’s App.


Kurz vorm Spiel

Gerade mal zwei Stunden vor dem Spiel gegen den SC Alstertal-Langenhorn meldete sich Trainer Mario Runge bei Liga- Manager Dieter Lehmann, um alles hinzuschmeißen. Und das mit sofortiger Wirkung!

Für Dieter Lehmann, der eigentlich in einen Kurz-Urlaub starten wollte, hieß das: Koffer stehen lassen und ab zum Spielfeld, um den Trainerposten zu besetzen. Die Ausgangssituation dort: Schlecht! Aufgrund von Krankheit und Urlaub waren nur neun Feldspieler und zwei Torhüter angetreten. Und selbst diese elf Spieler blieben nicht auf dem Platz: Einer sah Rot, zwei Gelb-Rot. Nach 45 Minuten fiel dann auch noch Harun Ileri aus – er hatte gespielt, obwohl er gesundheitlich schwer angeschlagen war.

So traten nach der Pause nur noch sieben Spieler an – und sie zeigten, dass sie kämpfen wollen, schafften sogar den Ehrentreffer. Trotzdem war das Spiel ein Fiasko – die Germanen gingen 11:1 unter. Für den Vereinsvorstand hieß es danach: Scherben zusammenkehren. Jörg Wohlgemuth, Vorsitzender und seit 19 Jahren Trainer, wurde von Manager Dieter Lehmann gefragt, ob er einspringen würde, bis er einen neuen Trainer findet. Jörg Wohlgemuth sagt Ja – als Interims-Coach. Am Wochenende wird Manager Dieter Lehmann als Trainer am Spielfeld stehen.


Endlich Ruhe, bitte!

Die ersten Gespräche mit neuen Trainern wurden geführt. Bislang ohne Ergebnis. Trotzdem steht für die Germanen fest: „Wir stecken den Kopf nicht in den Sand“, sagt Jörg Wohlgemuth. Immerhin: Es gibt keine weiteren Abgänge bei den Spielern. „Wir wollen jetzt Ruhe in die Mannschaft bringen.“

Abhaken können die Germanen auch das Tumult-Spiel in Poppenbüttel. Das Sportgericht hat nach zweistündiger Verhandlung entschieden: Ein Spieler wird für ein Jahr gesperrt, ein Elternteil, der bereits vorbestraft war, sogar lebenslang. Der Spielervater, der den Tumult ausgelöst hat, wird bis Ende 2017 gesperrt. Eine Entscheidung, die Ruhe in den Verein bringt. Und damit wieder Platz für das macht, was Spielern und Trainern wichtig ist – Fußball spielen… ar

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