Einzugsbereit für Familien

Das zweite Gelände der Erstaufnahme Schmiedekoppel ist bezugsfertig

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Innerhalb der kommenden zwei Wochen soll auch die zweite Fläche der Erstaufnahmestelle  Schmiedekoppel in Niendorf bezugsbereit sein. Untergebracht werden hier vorwiegend Familien.

 

„Das ist ja total hübsch geworden“, findet eine Anwohnerin, die mit ihren beiden kleinen Kindern der Einladung des Arbeiter Samariter Bundes (ASB), der die Unterkunft betreibt, zum Tag der offenen Tür gefolgt war. Rund 100 Nachbarn schauten sich am 22. September auf dem dörflich anmutenden Gelände die Gemeinschaftsräume, Kantine, Schlafräume, Medizinstation und weiteren Gebäude der Erstaufnahmestelle (EA) an. Anders als ursprünglich geplant werden hier statt 800 nur 400 Menschen einziehen, die Holzmodulbauten sind entsprechend nur einstöckig. Mit jeweils 50 Quadratmetern bieten sie je zwei Familien deutlich großzügigere Zimmer als die Container auf der Fläche gegenüber, in denen zu 70 Prozent allein reisende Männer untergebracht sind.  Bei der Einrichtung hat der ASB aus seinen Erfahrungen in der Papenreye gelernt und einen Raum der Stille eingerichtet: „Es ist ganz wichtig einen Ort zu haben, wo man mal nur in Ruhe sitzen oder lesen kann. Da wir religionsunabhängig sind ist es ausdrücklich kein Gebetsraum“, erläutert Einrichtungsleiterin Inga Schulze. Gegenüber des Raumes der Stille haben vier Lehrer des Gymnasiums Corveystraße ihren Unterrichtsraum bezogen, um Kinder zwischen elf und 15 Jahren zu unterrichten und auf das deutsche Schulsystem vorzubereiten. Dafür wurden sie von Schulleiter Christian Krümel teilweise freigestellt. In dem Medizin-Container können per Video in Sekundenschnelle Dolmetscher aller Sprachen zugeschaltet werden und neben den Räumen für die Sozialsprechstunde stellt die irakische Künstlerin Hadeel Abu-Ali aus der EA Papenreye ihre großformatigen Bilder aus. mf

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