Schnelle Hilfe naht

Schnelsen bekommt eine neue Rettungswache an der Oldesloer Straße

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Eine gute Nachricht für den Stadtteil: Schnelsen bekommt die seit Jahren von verschiedenen Seiten geforderte Feuer- und Rettungswache. Allerdings: Bei der neuen Einrichtung handelt es sich zunächst um eine Interimslösung. Im Jahr 2021 werden die sprichwörtlichen Karten neu gemischt.

 

Ob Verkehrsunfall, Schlaganfall, Herzinfarkt oder Großbrand – im Notfall zählt jede Sekunde. Je schneller der Rettungsdienst vor Ort ist, desto höher sind die Überlebenschancen für die Betroffenen. Das Problem: Um nach Schnelsen zu gelangen, brauchen Einsatzkräfte derzeit häufig zu lang. „So kann der zuständige Rettungswagen vom derzeitigen Standort Rettungswache Niendorf die nordwestlichen Teile Schnelsens nicht innerhalb der geforderten fünf Minuten erreichen. Dadurch kommt es im Bereich Schnelsen regelhaft zu einer verzögerten notfallmedizinischen Versorgung der Bürger“, erläutert der Sprecher der Feuerwehr Hamburg, Brandrat Werner Nölken auf Anfrage des Niendorfer Wochenblatts.

Vorerst provisorisch

Das soll sich nun ändern: Um Rettungsdienst und Brandschutz in Schnelsen auch zukünftig sicherzustellen, soll es eine neue Feuer- und Rettungswache geben. Mit der Fertigstellung wird allerdings nicht vor 2019 gerechnet, als wahrscheinlicher gilt das Jahr 2021. Auch an welchem Standort der notwendige Neubau errichtet wird, ist noch nicht sicher. Laut Nölken kommen für die Grundstückssuche sowohl Schnelsen als auch Niendorf in Frage. Bis es soweit ist, soll eine  Interimslösung die Versorgungslücke schließen. In der Oldesloer Straße 21-23 sollen nun zeitnah eine Fertiggarage mit Stellplätzen für zwei Rettungswagen sowie mehrere Container, die Arbeits-, Sanitär, Aufenthalts- und Lagerräume beherbergen, aufgestellt werden. Das Grundstück gehört einem privaten Eigentümer und wurde von der Sprinkenhof AG angemietet. Das städtische Unternehmen ist auch mit der Realisierung der provisorischen Wache beauftragt, welche nach der Fertigstellung von der Feuerwehr angemietet werden soll. Der Bauantrag soll noch im September eingereicht werden. Eine Inbetriebnahme könnte in der zweiten Jahreshälfte 2017 erfolgen – „vorausgesetzt, dass das Verfahren problemlos verläuft“, so Nölken weiter.

Neuer Standort Auf dem Grundstück Oldesloer Straße soll die provisorische Feuerwache errichtet werden Foto: cs

Der Schnelsener Koorosh Armi, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bezirksfraktion, kämpft seit Jahren für eine neue Berufswache im Stadtteil. Die derzeitigen Planungen sind für ihn nur ein Teilerfolg: „Über die Interimslösung bin ich überrascht und hoffe, dass auch nach 2021 die Notwendigkeit einer eigenen Berufswache in Schnelsen eingesehen wird. Der Kampf für eine längerfristige Feuerwehrwache in Schnelsen ist also nur halb gewonnen“, so der Sozialdemokrat im Gespräch mit dem Niendorfer Wochenblatt. Als positiv sei indes der Standort an der Oldesloer Straße zu bewerten: „Die Nähe zur Autobahn A7 ist optimal.“ Außerdem sei das Gebiet keine reine Wohngegend, so dass Lärm und Sirenen nicht allzu viele Menschen stören würden. cs

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