Historie mit Zukunft?

Die Mutzenbecher Villa ist beim Tag des offenen Denkmals zu besichtigen

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Obwohl das von der Stiftung Deutscher Denkmalschutz unterstützte Konzept zur zukünftigen Nutzung der Mutzenbecher Villa im Niendorfer Gehege von vielen Seiten befürwortet wird, hakt die Umsetzung noch immer.

 

Mehrere Gespräche im Hamburger Rathaus führten zu einer größtenteils Einigung zwischen der Stadt und dem Verein Werte erleben – der mit einem umfangreichen Konzept, gemeinnütziger Arbeit, dem Engagement von Auszubildenden, Studenten und Niendorfs Stadtteilschülern die Villa Mutzenbecher zu einem offenen Bildungs-, Begegnungs- und Kulturhaus für alle umbauen will.

Doch die Initiatoren rund um Gerd Knop, Achim Reichel und Prof. Jens Zipelius sollen Miete für das 537 qm große historische und vom Verfall bedrohte Objekt zahlen. „Schon die veranschlagte Investitionssumme zur Sanierung und Modernisierung ist seitens der Stadt mit 1,7 Millionen sehr hoch veranschlagt. Zudem werden wir natürlich die laufenden Kosten zahlen. Kommt die Miete noch obendrauf, wäre das zu viel monatlicher Druck“, so Gerd Knop. „Immerhin soll der Pachtvertrag für 30 Jahre laufen und wir müssen an die finanzielle Belastung für die zukünftige Generation  denken.“

Alle Unterstützer stehen seit geraumer Zeit in den Startlöchern, wollen loslegen. „Mit jedem verlorenen Tag geht es der historischen Villa schlechter“, so Knop.

Das Sanierungskonzept und die Nutzungspläne sind auch wieder das große Thema beim Tag des offenen Denkmals am Sonnabend, 10. September, von 15 bis 18 Uhr und Sonntag, 11. September, von 11 bis 15 Uhr. Der Verein öffnet die um 1900 erbaute Villa für die Öffentlichkeit. „An beiden Tagen sind alle Beteiligten da und erläutern ausführlich unser Anliegen“, so Knop. Auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die den Erhalt der Villa Mutzenbecher als Leuchtturmprojekt versteht, ist vor Ort.

Außerdem sitzt Achim Reichel bei der Diskussionsveranstaltung Stadtwerkstatt Hamburg am Freitag, 9. September, von 15 bis 19 Uhr beim Thema „Wer sorgt sich um das Erbe? Gemeinsam Denkmale schützen und erhalten“ mit auf dem Podium in der Freien Akademie der Künste, Klosterwall 23. moe

 

Auch geöffnet

 

Auch das Künstlerhaus Sootbörn (Sootbörn 22) nimmt am Tag des offenen Denkmals teil. Die ehemalige Mittelschule Niendorf wurde 1927 bis 1929 von den Hamburger Architekten-Brüdern Ernst und Wilhelm Langloh erbaut. Am Sonntag, 11. September, gibt es zwischen 13 und 18 Uhr Führungen. Ebenfalls zeigen wird sich das ehemalige Landhaus Puls, Bondenwald 56. Das heutige ELIM-Diakonissenmutterhaus wurde 1913/14 nach Plänen des Architekten Peter Saxen erbaut, die Parkanlage von Gartenkunst- Professor Erwin Barth geschaffen. Als Eigentümer öffnet die Stiftung Freie evangelische Gemeinde in Norddeutschland das Haus am Freitag, 9., und Sonnabend, 10. September, von 14 bis 17.30 Uhr. Am Freitag gibt es um 14 Uhr eine Führung.

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