Seit mehr als 90 Jahren steht im Kriegerdankweg ein Mahnmal Foto: mf

Kein Geld fürs Friedensmal?

Vorerst keine Sanierung im Kriegerdankweg

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Das Denkmal im Kriegerdankweg in Schnelsen gemahnt im Namen der Opfer der beiden Weltkriege zum Frieden. Nun benötigt es dringend Ausbesserungsarbeiten, doch die Haushaltsmittel fehlen.

 

Die Marmorplatten der Skulptur sind insbesondere im Bereich des Erdbodens beschädigt und auch die einrahmende Hecke mit der Einfassung aus Granitbrocken ist stark in Mitleidenschaft gezogen. Parteiübergreifend wird aber auf die Bedeutung des Mahnmal verwiesen: „Nach wie vor nehmen am Volkstrauertag viele Schnelsener Bürger, Kirchen, Vereine und Parteien an der Kranzniederlegung zum Gedenken an die Kriegstoten zweier Weltkriege und an die Opfer von Gewalt und Willkür teil“, so die Fraktionen von CDU, Grünen und SPD in einem gemeinsamen Antrag, den sie bereits im Februar 2015 in der Bezirksversammlung gestellt hatten.

Auf rund 32 000 Euro würden sich die Ausbesserungsarbeiten belaufen, teilte das Dezernat für Wirtschaft, Bauen und Umwelt nun mit. Soviel ist aber nicht vorhanden: „Wegen fehlender Haushaltsmittel steht ein Termin für die Sanierungsarbeiten noch nicht fest“, so Horst Stadelmann vom Bezirksamt Eimsbüttel. „Fraglich ist, ob diese Aufwendungen aus bezirklichen Sondermitteln finanziert oder die Verwaltung mit der Akquise von Spendenmitteln beauftragt werden sollte. Wir sind uns sicher, zeitnah eine Lösung zu finden“, so Ali Mir Agha von den Grünen zuversichtlich. „Natürlich werden wir alle Möglichkeiten, das Ehrenmal zu sanieren, überprüfen“, verspricht Sabine Jansen (SPD). Silke Seif (CDU) hofft, „dass sich Denkmalschutzamt und der Bezirk Eimsbüttel die Kosten teilen. Gerade in Zeiten, in denen viel Hass und Emotionen die Bevölkerung spalten, ist es wichtig, Zeichen für ein friedliches Miteinander zu erhalten.“

In der Grünanlage im Kriegerdankweg wurde bereits seit 1925 den 157 Gefallenen aus dem damaligen Dorf gedacht. 1966/67 wurde das alte Denkmal entfernt und 1967 durch die Skulptur von D. Rytlewski ersetzt. Auch die Grünanlage wurde zu diesem Zeitpunkt neu gestaltet. mf

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