Auf dem Bauhof im Wehmerweg wurde kurzzeitig eine Notunterkunft eingerichtet Foto: mf

Notunterkunft wieder abgebaut

Nach nicht mal einem Jahr ist der Katastrophenschutz aus dem Wehmerweg ausgezogen

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Die Notunterkunft, die im Herbst vergangenen Jahres auf dem Bauhof im Lokstedter Wehmerweg eingerichtet wurde (das Wochenblatt berichtete), wurde nun wieder abgebaut – und wirft erneut Fragen auf.

 

Das Aufstellen der Container rief Spekulationen um eine weitere Flüchtlingsunterkunft in Lokstedt hervor. Diese wies Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke damals zurück. Nicht um eine Flüchtlingsunterkunft sondern um eine Notunterkunft zum Bevölkerungsschutz würde sich die Einrichtung handeln. Im Fall von plötzlicher Obdachlosigkeit aufgrund von Bränden, Explosionen, Bombenentschärfungen oder anderen Katastrophen sollten Eimsbütteler hier für 72 Stunden Schutz finden und versorgt werden können.

„Der Umfang der durchgeführten Maßnahmen basierte zu diesem Zeitpunkt allerdings auch auf der Tatsache, dass es der Behörde für Inneres und Sport im Rahmen der Erstaufnahme zeitweise nicht möglich war, für alle ankommenden Flüchtlinge in Hamburg kurzfristig adäquate Unterkünfte zur Verfügung zu stellen“, teilt Anja Bunning, Pressesprecherin des Bezirksamtes, nun mit. Da der „Bedarf für die temporäre Unterbringung von Flüchtlingen am Wehmerweg derzeit nicht mehr gegeben ist“ sei sie wieder abgebaut worden.

Das Bezirksamt versichert, dass „das beschaffte Material und die bauliche Herrichtung weiterhin für den allgemeinen Katastrophenschutz zur Verfügung stehen werden.“ Die Sanitärcontainervon einer Leihfirma seien an diese zurückgegangen.

Zur Bereitstellung von Notunterkünften sind die Bezirke laut Katastrophenschutzgesetz von 1953 verpflichtet. Nach Auskunft der Behörde für Inneres und Sport werden diese vorwiegend in öffentlichen Gebäuden wie Schulen im Einsatzfall aufgebaut und ausgerüstet mit Feldbetten, Decken, Kissen, Thermen, Geschirr und weiteren Hilfsmitteln. Abhängig von der Verfügbarkeit der öffentlichen Gebäude würden die Standorte ständig aktualisiert. In Eimsbüttel ist derzeit die Schule Hinter der Lieth vorgesehen. Dort können im Notfall bis zu 225 Menschen aufgenommen werden. mf

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