Alles neu Im Zuge der Deckensanierung wurde der Grandweg in Lokstedt umgebaut Foto: cs

Anwohner zufrieden, Radfahrer üben Kritik

Umbaumaßnahmen am Grandweg stoßen auf geteilte Meinungen

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Die umfangreiche Deckensanierung, die im vergangenen Jahr im Lokstedter Grandweg durchgeführt wurde, stand in der letzten Sitzung des Regionalausschusses Lokstedt vor der Sommerpause einmal mehr im Fokus. Nachdem die Maßnahme bereits im Vorwege kontrovers diskutiert worden war, sollte nun deren Wirksamkeit erörtert werden.

 

„In der Vergangenheit war die Situation am Grandweg vielen Anwohnern ein Dorn im Auge“, berichtete Hans-Joachim Barz vom Polizeikommissariat (PK) 23. Wegen des hohen Verkehrs- aufkommens, des zunehmenden Schwerlastverkehrs, rücksichtslosen Rasern und „Wildparkern“ habe es immer wieder Beschwerden gegeben. Ziel der Deckensanierung und der damit einhergehenden Maßnahmen sei es daher gewesen, diese Missstände zu beseitigen, vor allem die Geschwindigkeit im Grandweg zu reduzieren und ihn für den Durchgangsverkehr unattraktiv zu machen, so Barz weiter. Dazu seien extra breite Parkstände auf der Fahrbahn markiert worden und neue Querungshilfen entstanden, die gleichzeitig der Schulwegsicherung dienten. Barz: „Wir haben aus unserer polizeilichen Sicht also erreicht, was wir erreichen wollten. Und auch die Anwohner scheinen mit der neuen Situation zufrieden zu sein.“

Radfahrer üben Kritik

Ganz anders sehen das die Radfahrer, die während der Regionalausschuss-Sitzung in Person von Jens Reuter als Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs ADFC vertreten wurden. „Die Sprunginseln und die Parkstände lassen die Fahrbahn an manchen Stellen so eng werden, dass Radfahren dort zur Zitterpartie wird“, monierte Reuter. „Der Grandweg ist Teil der Veloroute drei, dort sollten Radfahrer also eigentlich sicher und zügig vorankommen. Vor diesem Hintergrund hat man hier eindeutig versagt.“

Ein Vorwurf, den auch die Regionalpolitiker nicht ganz von der Hand weisen konnten. „Wir sind ehrlich gesagt noch immer auf der Suche nach einer Möglichkeit, dem zügigen Radfahrer und seinen Bedürfnissen gerecht zu werden“, gestand Lisa Kern, Sprecherin der Grünen-Fraktion im Regionalausschuss. Ein Vorschlag von Koorosh Armi, Verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bezirksfraktion, die Veloroute an die Kollau- straße und den Lokstedter Steindamm zu verlegen, sowie Reuters Ansinnen, den Grandweg zur Fahrradstraße umzufunktionieren, wurden zunächst nicht weiter verfolgt. Robin Hinz, Leiter der Abteilung Straßen und Gewässer im Bezirk Eimsbüttel, versprach jedoch, dass alle Velorouten vor dem Hintergrund des neuen Hamburger Bündnisses für Radverkehr noch einmal auf ihre Funktionalität überprüft würden. cs

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