Beim zehnten Wettbewerb Hamburger Schulsanitäter­dienste stellten Teilnehmer des Gymnasiums Corveystraße ihre Fähigkeiten an Fallbeispielen unter Beweis. Foto: kn

„Achtung, fertig, Druckverband!”

Am Gymnasium Corveystraße in Lokstedt zeigten Schulsanitäter wie schnell sie in Notfällen reagieren

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Hochbetrieb herrschte in den Sporthallen und Foyer des Gymnasiums Corveystraße. Schulsanitäter aus 26 weiterführeden Schulen in Hamburg traten gegeneinander an: zum Wettbewerb auf einem spannendem Parcours von Rettungsstationen. In zwölf nachgestellten Notfall­situationen stellten die ehrenamtlich tätigen Schüler ihr professionelles Können in der Ersten Hilfe unter Beweis.

 

Eine klaffende Wunde am Knie. Jetzt ist schnelles Handeln gefragt. In dieser und vielen anderen Situationen müssen Schulsanitäter wissen, was zu tun ist. Rund 80 000 Menschen verunglückten im vergangenem Jahr allein beim Besuch ihrer Kita, Schule oder Uni. Ohne die Schulsanitäter würde so mancher Unfall schlimmer ausgehen.

Am Gymnasium Corveystraße ist seit drei Jahren ein schulischer Sanitätsdienst (SSD) im Einsatz. Die Ausbildung der 20 Schülerinnen und Schüler wurde vom Rotem Kreuz übernommen. In den vergangenen zehn Jahren haben sich Schulsanitäterdienste an rund 60 weiterführenden Schulen etabliert, die von verschiedenen Hilfsorganisationen ausgebildet wurden. Schüler lernen über den Schulalltag hinaus, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und Eigen- initiative zu ergreifen.   

Beim zehnten Wettbewerb Hamburger Schulsanitäterdienste, der am Gymnasium Corvey- straße ausgetragen wurde, traten Teams aus  26 weiterführenden Schulen gegeneinander an. An zwölf Stationen mussten die jungen Sanitäter täuschend echt geschminkte Verletzte versorgen. Darunter eine Schülerin mit Stichverletzungen am Unterarm und erstmals eine Lehrkraft, die einen Herzinfarkt erlitten hatte. Alle Unfälle sind tatsächlich an Schulen passiert.  Dabei galt wie im Notfall: Jede Sekunde zählt.

Der Wettbewerb wird von der Unfallkasse (UK) Nord, dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI), der Johanniter-Jugend, dem Arbeiter-Samariter-Bund, der Malteser Jugend und dem Jungrotkreuz ausgerichtet. Die UK Nord unterstützt die Einrichtung von Schulsanitätsdiensten mit einer Abschlussfinanzierung von 150 Euro, die Ausbildung übernehmen die Hilfsorganisationen.

Gewonnen hat  das vierköpfige Team der  Sophie-Barat- Schule (Rotherbaum). Das  Lokstedter SSD-Team belegte den zehnten Platz. kn

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