Nahmen am Iftar-Empfang teil: Ch. Zahoo Ahmed, Hamburg-Vorsitzender der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ), Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Integration, Pressesprecher Dr. M. Dawood und Iman Laeeq Munir (v.li) Foto: kn

Mit Offenheit gegen Vorurteile

Politiker-Prominenz beim Iftar-Empfang der Ahmadiyya Muslim Jamaat in Schnelsen

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Ramadan, der muslimische Fastenmonat. Das Ziel des Fastens ist die Selbstdisziplin des Körpers und des Geistes, das durch gute Taten, intensive Gebete und das Fasten erreicht werden soll. Das dazugehörige Fastenbrechen nahm die Gemeinde der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) zum Anlass, Gemeindevertreter, Nichtmuslime, Politiker, Journalisten in der Schnelsener Bait-ur-Rasheed Moschee zu einem gemeinsamen orientalischen Buffet einzuladen, um teilhaben zu lassen 

 

Zum abendlichen Fastenbrechen nach Sonnenuntergang kommen Familien, Freunde und Bekannte zusammen. Auch die Gemeinde der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) pflegt diese Tradition und hatte zum siebten Ifta-Empfang eingeladen, der zum dritten Mal in der Schnelsener Bait-ur-Rasheed Moschee stattfand.

Rund  200 Gemeindemitglieder, Anwohner und hochrangige Vertreter der Politik, Kirche sowie des öffentlichen Leben waren der Einladung gefolgt, Neben Hamburgs Senatorin für Arbeit und Soziales Dr. Melanie Leonhard, gehörte auch der AfD- Landesvorsitzende Bernd Baumann und ZDF-Moderatorin Anja Reschke zu den Ehrengästen.

Friedliches Miteinander

In ihrem Grußwort betonte Dr. Melanie Leonhard, dass nur das gegenseitige Kennenlernen zu Verständnis und Respekt füreinander führen könne. Die AMJ hatte 2013 als erste muslimische Vereinigung  in Hessen und 2014 in Hamburg den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts erhalten. Die Gemeinde setzt sich für ein friedliches Miteinander der Religionen und Kulturen ein. Sie hat ihren Ursprung in Indien und wird von einem Kalif genannten spirituellen Oberhaupt geführt. In Deutschland hat sie rund 35 000 Mitglieder.

Traditionell wird das Fasten mit einer Dattel und Wasser gebrochen. Mit Sonnenuntergang um 21.45 war es soweit. Fleißige Helfer stellten zahlreiche Schüsseln mit indischen Köstlichkeiten auf die Tische. „Es gehört in der Fastenzeit dazu, dass man viel Besuch bekommt und zusammen isst“, erklärt Rashid Ahamed Bejwa, muslimischer Student, als er die Dattel reichte. Etwa 19 Stunden durfte  der fastende Muslim weder essen noch trinken. „Man lernt den Körper zu beherrschen und nicht vom Körper beherrscht zu werden.”

Anschließend versammelten sich die  AMJ – Gemeindemitglieder zu Predigten und Koranrezitationen in die Moschee. Ramadan war in diesem Jahr übrigens vom  6. Juni bis zum 5. Juli. Im kommenden Jahr fällt der Fastenmonat wahrscheinlich auf die Zeit zwischen dem 27. Mai und 24. Juni.  kn

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