Der Beton ist da!

Erste Deckel-Wände im Bau

Archiv| Views: 291

Ausgerüstet mit Helmen und Warnwesten kam es am vergangenen Freitag zu einer denkwürdigen Besichtigung der Baustellen auf der Autobahn A7 – inklusive eines historischen Moments.

 

Der Eimsbütteler Bundestagsabgeordnete Niels Annen (SPD) hatte zur Baustellentour eingeladen. Und so saßen unter anderem Andreas Dressel, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, die SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Monika Schaal, Marc Schemmel sowie Danial Ilkhanipour und  der Bezirksabgeordnete Koorosh Armi gemeinsam mit Bau-Verantwortlichen im Kleinbus, der die Baustellen anfuhr.

Ein kräftiger Nieselregen empfing die Mannschaft auf der Langenfelder Brücke der A7 in Stellingen. „Hier werden Sie nach Fertigstellung so bequem fahren, als säßen Sie in einer Sänfte“, versprach Gerhard Fuchs, Verkehrskoordinator A7. Nach weiteren Erläuterungen zum Stellinger Abschnitt und Tunnel sowie einem Gespräch mit Dachausblick vom IKK-Gebäude in der Kieler Straße aus, ging es zum Rückhaltebecken in der Feldmark am Niendorfer Gehege. Christian Merl, Pressesprecher Via Solutions Nord, erklärte die Situation und den Nutzen der 8000 Kubikmeter Wasser fassenden Becken und verwies aufgrund des von einigen Seiten scharf kritisierten Eingriffs in die Natur: „Wir sind mit dem Verein Pro Niendorfer Gehege und dem Bund für Umwelt und Naturschutz im Austausch und haben natürlich die Renaturierung des Gebiets fest im Blick.“

Bei der Ankunft im Schnelsener A7-Bereich konnten Niels Annen und seine Begleiter einen historischen Moment erleben. Denn just in diesem Augenblick wurde der erste Beton in die ersten Verschalungen des kommenden Deckels gegossen. „Damit ist der Deckel nun im Werden, der bis 2018 fertig sein soll“, so Christian Merl. 500 Betonpfeiler sind als Stützen auf der östlichen Seite und in der Mitte bereits im Boden. Ist der Deckel auf dieser Seite fertig, wird der Verkehr hier entlang geleitet und es geht auf der westlichen Seite weiter. 

„Das sind wirklich viele spannende Einblicke und Erkenntnisse. Es ist erstaunlich, wie sich so viele kleine Elemente zu einem Großen zusammenfügen“, so Nils Annen.

Die Verschalungswände werden angeliefert und aufgebaut, in die der Beton für den Schnelsener Deckel gegossen wird Foto: moe

Interessiert nahmen die Anwesenden auch zur Kenntnis, dass jede einzelne Charge des angelieferten und speziellen Faserbetons extra auf ihre Qualität überprüft wird – und zwar nicht maschinell sondern per Hand.

 „Der Autobahnausbau und Deckelbau zwischen Othmarschen und Schnelsen ist mit 840 Millionen Euro die für uns aufwändigste Baumaßnahme, die wir je hatten“, so DEGES-Prokurist Bernd Rothe. „Das Vorhaben verlangt viel von uns ab, ist einzigartig und birgt viele Überraschungen und Herausforderungen. Aber wir liegen im Soll – sowohl zeitlich als auch organisatorisch.“   moe

Comments are closed.