In den Bussen des Bezirks ist das Sicherheitsgefühl am höchsten Foto: cs

Angst fährt nicht mit

AKN, Hochbahn und HVV informieren über Sicherheitslage im Nahverkehr

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Wie ist es um die Sicherheit im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel in Lokstedt, Niendorf und Schnelsen bestellt? Das wollten die Mitglieder des Regionalausschusses Lokstedt von der Hamburger Hochbahn, den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) sowie der AKN Eisenbahn wissen. Ein entsprechendes Papier, das in der letzten Sitzung vor der Sommerpause vorgestellt wurde, liest sich durchaus positiv – mit kleinen Einschränkungen.

 

So passt die Hochbahn nach eigenen Angaben ihr  Überwachungskonzept  regelmäßig  an und entwickelt es weiter. Neben dem Einsatz der „Hochbahn-Wache“ sollen Notrufeinrichtungen und Videokameras in allen U-Bahn-Haltestellen und –Fahrzeugen für ein hohes Maß an Sicherheit sorgen.
Und doch: Die Zahl der Verweise  aufgrund von Verstößen gegen die geltende Hausordnung – etwa Alkoholkonsum, Musizieren, Betteln – ist im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr gestiegen. An den U-Bahn-Haltestellen Niendorf Nord, Schippelsweg, Joachim-Mähl-Straße, Niendorf Markt, Hagendeel, Hagenbecks Tierpark und Lutteroth- straße wurden 2014 insgesamt 71 Personen ermahnt bzw. des Grundstücks verwiesen, 2015 waren es bereits 110. An den Haltestellen Hagenbecks Tierpark und Niendorf Nord kam es außerdem wiederholt zu großflächigen „Graffiti-Anschlägen“. Im ersten Halbjahr 2016 beschmierten Vandalen in Niendorf Nord viermal Züge oder Wände, in Hagenbecks Tierpark gab es sechs entsprechende Vorfälle. „Insgesamt liegen die Zahlen jedoch innerhalb des zu erwartenden Spektrums, von einer Verschlechterung der Sicherheitslage kann also nicht gesprochen werden“, heißt es von Seiten der Hochbahn.
Auch wenn es aufgrund der Vielzahl der Verbindungen und Haltestellen keine belegbaren Zahlen gibt: Im Bereich des Busverkehrs besteht nach wie vor ein relativ hohes Sicherheitsgefühl. Dies ist nach Angaben der Hamburger Hochbahn, die Europas meistfrequentierte Buslinie M5 zwischen Burgwedel und dem Hauptbahnhof betreibt, sowohl auf die Ansprechbarkeit des Busfahrers als auch auf die Einführung der Videoüberwachung im Jahr 2009 zurückzuführen – und wird auch durch eine aktuelle Umfrage der VHH, die im Bezirk Eimsbüttel die Linien 15, 21, 22, 186, 281, 284, 193 und 195 betreibt, bestätigt. Auf einer Skala von eins (sehr zufrieden) bis fünf (sehr unzufrieden) bewerteten die Fahrgästen die Sicherheit in Bussen mit 2,53, die Sauberkeit an den Haltestellen tagsüber mit 2,61, die Sauberkeit im Fahrzeug mit 2,66 sowie die Sauberkeit und Ausstattung an den Haltestellen mit 3,05.
Als „Sorgenkind“ im öffentlichen Nahverkehr erweist sich indes die AKN auf dem Streckenabschnitt zwischen Burgwedel und Eidelstedt. Dort hat sich die Sicherheitslage nach Angaben eines externen Prüfschaffners verschlechtert. So soll es seit September des vergangenen Jahres vermehrt erhebliche Probleme bei den Fahrausweiskontrollen gegeben haben. In diesem Zusammenhang sei es häufiger zu Beleidigungen, Auseinandersetzungen und demzufolge auch Polizeieinsätzen gekommen. Allerdings: „Seit der HVV im Februar 2016 das Mobilticket für den Großbereich eingeführt hat, hat sich die Lage wieder verbessert“, so die Verantwortlichen von der AKN.                    cs

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