Vorsicht Kinder Im Niendorfer Rahweg weist ein Schild die Autofahrer auf die jüngsten Verkehrsteilnehmer hin Foto: cs

Kampfansage gegen Raser

CDU will bessere Geschwindigkeitsüberwachung in Wohngebieten

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Die grünen Stadtteile Lokstedt, Niendorf und Schnelsen ziehen mit ihrer Mischung aus Nähe zur Natur und guter Anbindung an die Innenstadt immer mehr junge Familien an. Doch die damit einhergehende Nachverdichtung bleibt nicht ohne Folgen.

Neben der zunehmenden Versiegelung des Bodens sowie steigenden Immobilienpreisen stellt vor allem die erhöhte Auslastung der vorhandenen Verkehrswege ein Problem dar. Die Folge: „Ortskundige Autofahrer suchen sich Ausweichstrecken und Schleichwege, um der Staugefahr auf den Hauptverkehrsverbindungen zu entgehen“, weiß der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Carsten Ovens.
Dies führe in der Folge zu mehr Verkehr in den Wohngebieten und damit auch zu mehr Rasern in diesen besonders zu schützenden Arealen. Ovens hat nun gemeinsam mit seiner Bezirkskollegin Silke Seif eine Initiative gegen Raser ins Leben gerufen. Dazu gehörte unter anderem ein Antrag im Regionalausschuss Lokstedt, der Verkehrsrowdies im Niendorfer Grotkoppelweg auf den Zahn fühlen soll und der einstimmig beschlossen wurde sowie eine Schriftliche Kleine Anfrage zum Thema.
Allerdings: Aus der Antwort des Senats geht hervor, dass die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße in Lokstedt, Niendorf und Schnelsen stabil beziehungsweise sogar gefallen ist. So hat die Verkehrsdirektion Hamburg im Jahr 2015 im Bereich des Polizeikommissariats (PK) 23 (Lokstedt) 111 Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt und 8623 Verstöße festgestellt. Im Bereich des PK 24 waren es bei 81 Kontrollen 4214 Verstöße. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 waren es wesentlich mehr Kontrollen, aber auch wesentlich mehr Raser, die der Polizei dabei ins Netz gingen. 199 Kontrollen im Bereich des PK 23 und 16 055 Verstöße sowie 150 Kontrollen im Bereich des PK 24 sowie 8253 Verstöße.
„Es ist natürlich erfreulich, dass die Zahlen über die vergangenen Jahre relativ stabil liegen, teilweise sogar abnehmen. Das spricht für die gute Arbeit unserer Polizei“, betont Ovens gegenüber dem Wochenblatt. Dennoch komme es immer wieder zu Verstößen. „Deshalb werden wir uns auch in Zukunft über Bezirksversammlung und Bürgerschaft dafür einsetzen, dass Anregungen der Bürger direkt aufgenommen werden“, so Ovens weiter. Dazu stehe sein Bürgerbüro unter info@carsten-ovens.de sowie Tel: 36029651 als Anlaufstelle zur Verfügung. cs

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