Schulleiterin Angelika Ebeling (li.) und Mitglieder des Elternrats mit ihren Kindern Foto: kk

Der positive Vorführeffekt

Verkehrschaos an der Schule Sethweg bleibt ausnahmsweise aus

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Beim Ausparken und Rangieren bringen sie Schüler, die zu Fuß unterwegs sind, immer wieder in Bedrängnis. Denn an einem normalen Schultag parken mehrere Eltern ihre Autos in der Kehre der kleinen, schlecht einsehbaren Sackgasse Schönweg, um ihre Kinder wenige Meter vor der Niendorfer Grundschule Sethweg abzuliefern.

 

Seit zwei Jahren versuchen Schulleiterin Angelika Ebeling und der Elternrat, an die Vernunft der „Taxi-Eltern“ zu appellieren. Sie haben Flugblätter verteilt, die Autofahrer angesprochen, Kennzeichen notiert und der Polizei gemeldet. Vergeblich. „Es gibt viele Unbelehrbare“, erklärt die Vorsitzende des Elternrats, Katleen Jankowsky. Selbst wenn die eigenen Kinder sagen, „du darfst das nicht“, siege die Bequemlichkeit.

Anders an dem Montag, an dem sich das Niendorfer Wochenblatt zum Ortstermin angekündigt hat. Fußgänger, soweit das Auge reicht. Selbst Geburtstags-Muffins werden ohne Auto zur Schule balanciert. Als doch einmal ein Vater direkt davor anhält, hüpft prompt eine gute Ausrede aus dem Wagen: seine Tochter, mit Gipsbein.

„Ich habe heute einige Eltern zu Fuß kommen sehen, die sonst immer mit dem Auto unterwegs sind“,  so Katleen Jankowsky. Das kann natürlich auch am guten Wetter liegen. Wir vom Niendorfer Wochenblatt nehmen diesen „Zufall“ allerdings gern persönlich und kommen bei Bedarf einfach wieder vorbei – ohne Auto, versteht sich. kk

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