Ideen für Niendorfs „Central Park“

Die neue Tibarg-Mitte soll ein Platz für Begegnungen werden

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„Wir haben noch kein Konzept, deshalb suchen wir heute hier das Gespräch und hoffen auf viele Ideen für diesen Bereich mit so hoher strategischer Bedeutung.“ Mit diesen Worten läutete Kay Gätgens, Leiter der Stadt- und Landschaftsplanung im Bezirksamt Eimsbüttel, die öffentliche Planungswerkstatt rund um das bald nicht mehr von der Anna-Warburg-Schule genutzte Tibarg-Areal ein.

 

Wenn zum 31. Juli die schulische Nebenstelle aufgegeben wird, lässt der Platz rund um den Standort inklusive Wochenmarktfläche, Ex-Ortsamt und Kundenzentrum viel Raum für neue Gestaltungsmöglichkeiten. Ein städtebaulicher Rahmenplan mit anschließendem Bebauungsplanverfahren soll den Weg für Veränderungen ebnen.

Zur Ideenfindung traf sich nun am Montag vergangener Woche bei der öffentlichen  Planungswerkstatt eine – zwar nicht allzu große – dafür aber sehr konstruktive Runde mit Anwohnern, Vertretern BID Tibarg, von Polizei, Kirche und Politik sowie Markthändlern.

Ein Anziehungspunkt

Zu Beginn lauschten alle den Ergebnissen aus bisherigen Gesprächen mit Akteuren sowie einem Workshop mit Bondenwald-Schülern. Danach teilten sie sich in Gruppen auf und erarbeiteten Zukunftsvisionen. Dabei und auch bei der Abschlusspräsentation stellte sich heraus: Alle wünschen sich in dem Gebiet einen Platz für Begegnungen und Miteinander. Sogar ein Kino wurde ins Rennen geworfen. Favorisiert wurden Außengastronomie und zusätzliche Fahrrad-Abstellflächen. Auch ein Museum könnte Platz finden. Die Parkplätze sollen unterirdisch angelegt und dafür eine schöne Oberfläche entstehen, die auch außerhalb der drei Markttage ein Anziehungspunkt sein soll. „Wir müssen es schaffen, dass der Platz ein beliebter Treffpunkt für alle wird“, so Anwohner Dirk Beyreiß. Er wünscht sich zudem ein Billard-Café.

Gemeinsam mit seinen BID- und AGT-Mitstreitern Holger Schley (Grundeigentümer), Kers-tin Huttanus (Tibarg Center) sowie mit Pastor Erik Thiesen betitelte Geschäftsmann Michael Tomfort das neu nutzbare Gebiet „Niendorfs Central Park“. „Eine multifunktionale Fläche, die von Skatern, Fußballern, Basketballern und für Veranstaltungen wie Open Air-Kino genutzt werden kann, wäre perfekt“, so Tomfort.

                

Ideenworkshop für die Tibarg-Mitte

 

Die meisten griffen auch eine Schüler-Idee auf, die anstelle des Ex-Ortsamts ein neu gebautes, höheres Gebäude in U-Form vorsieht. Dieses soll Raum für die Bezirksamt-Verwaltung, das Kundenzentrum sowie Wohnen bieten und mit einem begrünten Innenhof zum Verweilen einladen.


Viel mehr Grün

Auf jeden Fall frei werden soll die Sicht vom Tibarg aus auf die Lippertsche Villa. Das Gebiet der jetzigen Anna-Warburg-Schule stellen sich außerdem Viele als parkähnliche Grünfläche vor. „Wichtig ist, dass die damit neu entstehende Mitte des Tibargs den dörflichen Charakter unterstreicht und den nördlichen und den südlichen Teil der Einkaufsmeile miteinander verbindet und stärkt“, so der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Marc Schemmel. Und auch die Marktbeschicker äußerten ihre Wünsche.

Sie wollen weg von der jetzigen L-förmigen Anordnung der Stände und mehr in die Breite gehen, dafür auch das Anna-Warburg- Gelände teilweise mitnutzen.

Nun soll anhand der vielen Ideen und Anregungen ein städtebauliches Konzept erstellt und vielleicht sogar schon vor der politischen Sommerpause vorgestellt werden. Die Änderung des geltenden Bebauungsplans Niendorf 73 könnte dann zu Jahresende erfolgen.  moe

 

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