Hand in Hand Während des Girls’ Days stand Jana Schuch Papa Thomas helfend zu Seite Foto: cs

Mädchen schnuppern in die Arbeitswelt

Girls’ Day jährt sich zum 15. Mal: Viele Teilnehmerinnen aus Lokstedt, Niendorf und Schnelsen

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Beim sogenannten Girls’ Day laden Unternehmen, Betriebe, Hochschulen und Forschungseinrichtungen Schülerinnen ab der fünften Klasse ein, ihre Arbeitswelten kennenzulernen. Ziel dieses „Zukunftstages“, der sich vergangenen Donnerstag bereits zum 15. Mal jährte, ist es ursprünglich, Mädchen mehr über ihre Perspektiven in den Bereichen Technik und Naturwissenschaften zu vermitteln.

 

Diese Chance hat auch Jana Schuch aus Schnelsen ergriffen. Normalerweise besucht die Zwölfjährige die Julius-Leber- Schule. Beim Girls’ Day schaute sie Papa Thomas Schuch bei seiner Arbeit über die Schulter, der als Monteur für das Schnelsener Unternehmen Pohle Elektrotechnik arbeitet. Auf einer Baustelle an der Süntelstraße mussten Steckdosen gelegt und die Aussenbeleuchtung erneuert werden. Jana beobachtete alles ganz genau und unterstützte ihren Vater, soweit es möglich war bei seiner Arbeit. Immerhin konnte sie dort schon einiges für ihren späteren Berufswunsch lernen – auch wenn dieser nur im weitesten Sinne mit Elektrotechnik zu tun hat: „Ich möchte gern Architektin werden“, verriet Jana.

Damit steht sie jedoch recht alleine da. Wie Recherchen des Niendorfer Wochenblatts ergeben haben, wollen viele Mädchen in Janas Alter „später etwas mit Tieren oder Kindern“ machen – viele hatten sich daher auch während der Girls’ Days einen Platz in einem Kindergarten gesucht. Eine von ihnen ist Sophie Kühl aus Schnelsen, ebenfalls Schülerin der Julius-Leber-Schule. Einen ganzen Tag verbrachte die Zwölfjährige bei den „Flitze- piepen“ in Eppendorf und ist noch immer hellauf begeistert. Langeweile kam bei den Schülerinnen, die sich eine Girls’ Day-Stelle in der Politik gesichert hatten, ebenfalls nicht auf. So verbrachten einige Teilnehmerinnen aus unseren Stadtteilen einen spannenden Tag etwa bei der Hamburger Bürgerschaftsfraktion der SPD oder blickten einem Bürgerschaftsabgeordneten bei seiner Arbeit über die Schulter.

Einblicke in die Politik gewährte Carsten Ovens (hinten, Mitte) sowohl Mädchen als auch Jungen im Rahmen des Girls? bzw. Boys? Days Foto: pr

„Ich habe mich sehr über das Interesse von insgesamt 15 Kids aus Lokstedt, Niendorf und Schnelsen gefreut“, berichtet auch der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen, Carsten Ovens. Er gewährte seinen Schützlingen nicht nur Einblicke in die politische Arbeit und die Aufgaben eines Bürgerschaftsabgeordneten, sondern diskutierte mit ihnen auch die Flüchtlingspolitik der Stadt Hamburg.

Übrigens: Mittlerweile gibt es auch den Boys´Day. Gleichberechtigung muss sein! cs

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