Ein Geschoss noch obendrauf

Infoveranstaltung über die veränderten Baupläne für das neue Kirchenkreis-Zentrum in Niendorf

Archiv| Views: 244

Grund für die Initiatoren des Mega-Bauvorhabens (wir berichteten mehrfach) das Projekt an der Max-Zelck-Straße noch einmal detailliert vorzustellen.   Probst Dr. Karl-Heinz Melzer, sowie Monika Rulfs, Jochen Schulze und Michael Benthack (vom Kirchenkreis), Architekt Michael Ruffing und Stadtplaner Rolf Schuster (Bezirksamt Eimsbüttel) stellten sich den Fragen der Anwohner im Gemeindehaus am Niendorfer Marktplatz.

200 Mitarbeiter sollen zukünftig in den Räumen des neuen Kirchenzentrums arbeiten. Damit sie alle Platz finden soll das Gebäude nochmals aufgestockt werden. Anwohner aus der Ordulf- und der Max-Zelck-Straße fürchten nun, dass das Gebäude dadurch zu massiv und wuchtig wird.

Architekt Michael Ruffing erläuterte die Fassadengliederung, die dem entgegenwirken soll:  „Der gesamte Gebäudekomplex wird terrassenförmig angelegt. Zur stark befahrenen Friedrich- Ebert-Straße entsteht das fünfstöckiges Gebäude mit einer Eingangshalle und einem Synodenraum im Erdgeschoss sowie Büroräume in den Obergeschossen.   Die Voluminösität des Gebäudes wird durch eine zwei­geschossige Fassadengliederung und einem hellgrauen Klinker, der verschiedene Strukturen aufweist, abgemildert.”

Und wenn noch mehr Mitarbeiter benötigt werden? „Eine weitere Aufstockung wird es nicht geben“, versprach Probst Dr. Melzer: „Wir achten bei dem gesamten Bauvorhaben auf Nach­haltigkeit. Die Büroräume sind so konzipiert, dass auch weitere Mitarbeiter Platz finden.”


Zu wenig Parkraum?

Besonders die zukünftige Verkehrssituation rund um das stark genutzte Kirchenkreiszentrum warf viele Fragen auf. Werden die geplanten 30 Außenparkplätze und 42 Tiefgaragenplätze reichen?  „Wir möchten, dass unsere Mitarbeiter möglichst auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Deshalb werden wir unsere Angestellten mit der HVV-ProfiCard und unseren Dienstfahrzeugen unter­stützen. Außerdem werden wir eine Stadtrad-Station anfragen”, so Probst Dr. Melzer.

Da die Einfahrt zur Tiefgarage über die Max-Zelck-Straße erfolgen und den Gehweg kreuzen wird, sorgen sich Eltern um den Schulweg ihrer Kinder. Doch Architekt Michael Ruffing beruhigte:  „Es wird auch eine Links-Abbiegespur geben, in der die Autofahrer halten, bevor sie in die Tiefgarage einfahren.” Und da laut Probst Dr. Melzer nicht alle Mitarbeiter morgens zeitgleich beginnen müssten zu arbeiten, sei auch kein Verkehrschaos zu befürchten.   Auch vor der Bäckerei Hönig, die mit einem Café in den Neubau ziehen wird, seien Parkplätze geplant.

Doch ehe es soweit ist, steht der Abriss bestehender Gebäude an und auch der bereitet den Anwohnern Sorge. Rolf Schuster, Leiter  des Fachamts für Stadt- und Landschaftsplanung versprach: „Wir werden die Anwohner in das Verfahren einbeziehen. Uns ist die hohe Qualität der Bausubstanz in der Ordulfstraße bewusst.” kn

Comments are closed.