Eine Mannschaft die zusammen hält Die junge D-Mannschaft vom NTSV mit Trainern Fotos: ar

Im Visier der Talent-Scouts

Dirk Sanne – der Fußball-Erfolgstrainer vom Bondenwald

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Er kam eher durch Zufall zu seinem Trainer-Job. Und packte es richtig an: Heute sind seine Fußball-Jungs auf der Erfolgs-Spur!

 

Jeder Sieg hat zwei Seiten. Das weiß auch Dirk Sanne. Denn immer, wenn seine Jungs auf dem Platz zeigen, was in ihnen steckt, gucken nicht nur begeisterte Eltern und Fans zu. Oft stehen auch Talent-Scouts am Rand, auf der Suche nach dem neuen Talent. „Bislang hatten wir aber Glück“, sagt der 51-Jährige lachend. „Wir hatten noch keinen Abgang zu verzeichnen.“

Dabei sind seine elf- bis zwölfjährigen Spieler sehr begehrt, einer wurde jetzt gerade zum Probetraining beim HSV eingeladen. Schließlich ist seine „Junge D-Mannschaft“ vom Niendorfer TSV extrem erfolgreich: Zum zweiten Mal wurden sie gerade Hallenpokalmeister, dazu Staffelmeister der Herbstsaison in der Bezirksliga. Und sieben Spieler trainieren auch beim DFB-Stützpunkt in Hamburg.

An diesen Erfolg hat er nicht gedacht, als er vor acht Jahren den Job des Trainers übernahm: „Mein Sohn spielte damals in der Pampersliga. Ein Trainer zog weg, einer kam nicht mehr – da war mir klar: Ich muss was machen.“ Er nahm die Aufgabe an. „Und hatte plötzlich 30 kleine Spieler.“

Er zog die Notbremse, halbierte die Mannschaft – und legte los. Mit jedem Jahr wuchs die Erfolgsbilanz. Das spricht sich rum, heute spielen auch Jungs aus Langenhorn, Lurup, Norderstedt und anderen Stadtteilen bei ihm. Aber wer in die Mannschaft will, muss nicht nur gut sein. „Leistung ist nicht alles“, sagt Dirk Sanne. „Wir schauen uns auch den Charakter der Spieler und der Eltern an.“ Mit wir meint er nicht nur seinen Co- Trainer Raik Hansow und den Personal Coach Mohammed Nasralla, sondern auch die Spieler. „Sie entscheiden mit. Das ist wichtig für den Zusammenhalt.“

Leidenschaftlich Auch im Training zeigen die 11- bis 12-Jährigen, was sie können

Genau dieser Zusammenhalt macht die Mannschaft aus. „Wir verlieren zusammen – und freuen uns gemeinsam über jeden Sieg“, sagt Tom (11). Geht mal ein Spiel verloren, dann „ärgern wir uns schon“, gibt Fin (12) zu. „Aber wenn wir gewinnen, dann wollen wir mehr davon“, lacht er.

Das nächste Ziel haben die Jungs auch schon klar vor Augen: Auch in dieser Saison Staffelmeister werden. Und dann im nächsten Winter noch einmal die Hallenpokalmeisterschaft holen. „Das wäre dann zum dritten Mal – ein Rekord“, sagt Tom. Und den hätten sich die Jungs verdient! ar

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