Warten auf die Flüchtlinge

Die neue ZEA Schmiedekoppel ist einzugsbereit

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Nach monatelanger Verzögerung ist ein Großteil der neuen Zentralen Erstaufnahmestelle (ZEA) Schmiedekoppel fertiggestellt. Es fehlen nur noch die Flüchtlinge.

 

Am 13. April konnten sich Anwohner vor Ort umsehen. „Wir warten dringend“, so Inga Schulze vom Betreiber Arbeiter Samariter Bund (ASB), Leiterin der neuen ZEA. 500 Menschen könnten ab sofort in die Unterkunft in der Niendorfer Schmiedekoppel einziehen. Insgesamt ist Platz für 1800 Geflüchtete. Doch die Innenbehörde zögert noch mit der Zuweisung. Sie hält die Baustellen auf dem Gelände, auf denen die restlichen Wohncontainer, Spiel- und Fußballplätze entstehen sollen, für mögliche Unfallstellen.

Wohn-, Unterrichts- und Kinderspielräume, Quarantäne- und Registrierungsstation sowie Arzt- und Speisecontainer sind bezugsfertig ausgestattet. In den Wohncontainern sollen 1000 Menschen untergebracht werden, Platz für weitere 800 wird in Holzhäusern auf der ehemaligen Wiese gegenüber bis Ende Juni geschaffen. „Ich würde es unterstützen, wenn Menschen aus den Tennishallen in der Papenreye hier einziehen und in ihrer Nachbarschaft bleiben könnten“, wünscht sich Michael Sander. Einfluss hat der ASB-Geschäftsführer darauf aber nicht.

Zusammen mit Inga Schulze stehen rund 30 Mitarbeiter in den Startlöchern. Inga Schulze, die sowohl in der Sozialarbeit als auch in der Organisation von Großsportveranstaltungen berufliche Erfahrungen gesammelt hat, freut sich auf die neue Aufgabe. Auch mit den Anwohnern sei sie in gutem Kontakt. Wo es Ängste gibt, wird nach Lösungen gesucht: „Einige Mütter sorgen sich, dass der Schulweg ihrer Kinder zwischen den beiden ZEA-Standorten Schmiedekoppel und Niendorfer Straße hindurch führt. Deshalb werden wir erst einmal Schülerlotsen aus Ehrenamtlichen und Bewohnern der ZEA einsetzen“, so Schulze.   „Es ist schade um unsere schöne Wiese“, fand eine Anwohnerin mit Blick auf die ehemalige Grünfläche in der Schmiedekoppel, auf der eine dörfliche Struktur mit Holzhäusern entstehen soll. „Aber wir müssen uns ein bisschen zusammenreißen! Ich werde mich als Ehrenamtliche hier nützlich machen.“ mf

 

Informationen zum ehrenamtlichen Engagement in der ZEA Schmiedekoppel: Initiative Wir für Niendorf, www.kirche-in-niendorf.de 

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