Legt den Finger in die Kunstwerk- Wunde: Klaus Tornier aus Lokstedt. Denn „Die Musikanten“ von Diether Kressels verfallen zunehmend Fotos: mf

„Die Musikanten“ verfallen

Das Lokstedter Kunstwerk aus dem Jahr 1963 benötigt eine Restaurierung

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Die Farben sind verblasst, die Glaskeramik ist rissig, löchrig und teilweise abgeplatzt und auf der Oberfläche haben sich sogar Bäume ausgesät: Das Kunstwerk „Die Musikanten“ auf dem Grundstück der Grundschule Vizelinstraße ist in einem schlechten Zustand.

 

„Kann man da nicht mal etwas machen?“ fragte sich Klaus Tornier. Der Lokstedter wohnt ganz in der Nähe der Vizelinstraße und kommt beim Spazierengehen mit seiner Frau häufig an der Glaskeramik-Stele des Künstlers Diether Kressel (1925 – 2015) vorbei. Das Ehepaar schätzt den Künstler sehr: „Wir haben eine Ausstellung von ihm besucht. Auch in einer Lokstedter Arztpraxis hängt eines seiner Werke“, erzählt Klaus Tornier. „Die Darstellung der Musikanten ist kindgerecht, das ist doch erhaltenswert“, findet der Lokstedter und steckt traurig seinen Zeigefinger in eines der Löcher im Kunstwerk. Kressel hat „Die Musikanten“ 1963 geschaffen, das Kunstwerk befindet sich laut Plakette an der Stele im Eigentum der Stadt Hamburg. Die Anfrage des Niendorfer Wochenblattes ob der Zustand des Denkmals bekannt und eine Restaurierung angedacht sei „lässt sich auf die Schnelle nicht beantworten, da verschiedene Behörden involviert sind und die Sache sehr komplex ist“, so Claudia Pittelkow von der Schulbehörde. Es müsste geprüft werden, ob das Kunstwerk überhaupt erfasst ist und innerhalb der Behörde recherchiert werden. Neben der Schulbehörde seien auch Kulturbehörde und Denkmalschutzamt involviert. mf

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