Ist verkauft, wird abgeholt Neben den Stämmen aus der üblichen Laubholzdurchforstung lagert auch viel Sturmholz (vorrangig Nadelbäume) auf dem Gehege-Parkplatz Foto:moe

Holzlagerung kontra Parken?

Gehege-Förster Sven Wurster appelliert für Verständnis

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Seit geraumer Zeit lagern Holzstämme auf dem Bondenwald-Parkplatz im Niendorfer Gehege. Darüber beschwerten sich Leser beim Niendorfer Wochenblatt.

 

Tatsächlich ist es eine ziemlich große Menge an Holz, das sich auf dem Parkplatz stapelt. „Es ist viel Sturmholz aus dem letzten Jahr dabei, deshalb ist die Menge diesmal ein bisschen größer“, so Förster Sven Wurster. Den Unmut von autofahrenden Besuchern kann er aber nicht nachvollziehen: „Immerhin handelt es sich an diesem Standort um einen ganz regulären Holzlagerplatz, den wir aber auch als Parkfläche zur Verfügung stellen – und es ist dort jetzt noch Raum für mehrere Autos.“

Außerdem könnten er und sein Team die gefällten Bäume nicht mitten im Wald lagern, „wo der Abtransport in vielerlei Hinsicht schwierig und für die Natur zerstörerisch ist.“ Deshalb gäbe es im Gehege noch weitere Ablageorte, die zentral angefahren können. „Wir wurden als einer der ersten Forstbetriebe Deutschlands FSC-zertifiziert, handeln nachhaltig und ökologisch und das gilt natürlich auch beim Holztransport“, so Wurster. Jedes Jahr wird der Wald sensibel durchforstet. Es wird manuell mit der Säge gefällt, dann holen Pferderücker die Stämme aus dem Wald zu den Wegen. Dort werden sie vom Rückwagen gesammelt und schon vorsortiert, bevor sie dann zu den zentralen Lagerstätten gebracht werden – wo sie dann von den Käufern, zum Beispiel Sägewerke, abgeholt werden. „Wir versuchen, im Einklang mit der Natur zu handeln und vermeiden, dass ständig große Laster ins Gehege donnern“, so Wurster.

Außerdem sei die Lagerung auf dem Parkplatz nicht von Dauer. „Die Stämme befinden sich im Verkaufsprozess, werden jetzt nach und nach abgeholt und dann ist die Parkfläche wieder komplett frei.“ moe 

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