Unterstützung Esther Jensch vom DRK bietet Frauen einen geschützten Raum an Foto: mf

Voller Hoffnung auf ein besseres Leben

Das DRK beherbergt besonders schutzbedürftige Flüchtlinge in Lokstedt

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Seit Mitte November des vergangenen Jahres leben 150 Frauen und Kinder in der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung (ZEA) des DRK am Behrmannplatz. Eine von ihnen ist Dima aus Syrien. Eine Halle auf dem Katastrophenschutzgelände des DRK wurde zur Unterkunft speziell für Geflüchtete eingerichtet, die im besonderen Maße schutzbedürftig sind.

 

Neben Sanitärcontainern und einem Catering-Zelt wurden außerdem Container für den Schulunterricht und eine Kita aufgestellt. „Der Großteil der Frauen kommt aus Afghanistan, Syrien, Irak und Iran, auch Geflüchtete aus Eritrea und Somalia sind hier“, erzählt Esther Jensch, Leiterin der Unterkunft. Viele der allein reisenden Frauen hätten auf ihrer Flucht Gewalt und sexuelle Übergriffe erfahren und seien traumatisiert. Um etwas Privatsphäre zu ermöglichen, wurden in der Halle Parzellen für maximal acht Personen abgetrennt. Auch Dima aus Syrien hat hier Unterschlupf gefunden. Die Architektin ist mit ihren drei Kindern im Dezember 2015 nach Hamburg geflüchtet, ihr Mann ist noch in Damaskus. „Zu Hause in unserem Bezirk waren wir eingeschlossen,  es gab keine Nahrung und Menschen sind gestorben“, erzählt Dima, die es schwer erträglich findet, tatenlos in der Unterkunft zu sitzen. Ihre Kinder besuchen die Schule und die Kita der ZEA, sie selbst hat einmal in der Woche Deutschunterricht. „In der restlichen Zeit lerne ich die Sprache mit Apps.“ Von Deutschland hatte sie ein anderes Bild: „Ich hatte mir eine bessere Unterbringung vorgestellt und hoffe, dass sich bald etwas ändert.“ Als Architektin könne sie das zerstörte Syrien wieder mit aufbauen, sagt sie. „Aber ich habe keine Hoffnung für Syrien. Meine Kinder sollen hier ein besseres Leben haben.“ mf

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