Ein „Hummel, Hummel“-Denkmal aus Holz

Kettensägenkünstler erweckt Baumstumpf in Lokstedt zu neuem Leben

Archiv| Views: 200

Es waren nur wenige Anwohner der Häuser am Mutzenbecher Weg 36, die das kreative Treiben des Kettensägenkünstlers bemerkt hatten. Sie staunten nicht schlecht, als sich dann vor wenigen Tagen die 1,50 Meter hohe Symbolfigur für Hamburg in einem Baumstumpf  vor ihrem Haus präsentierte.

 

„Wer das war, wissen wir nicht”, gibt Anwohner Jürgen Ehrlich verblüfft zu. Das Niendorfer Wochenblatt ging für ihn und seine Nachbarn auf die Spurensuche.

Die Wohnanlage wurde seit April 2015 von dem Immobilienunternehmen Vonovia SE umfangreich saniert. Im Zuge der Fassadenrenovierung musste der zu nah am Haus stehende Ahornbaum abgeholzt werden, da er Schäden an der Außenfassade verursachte. Der tief in der Erde verwurzelte Baumstumpf konnte dabei nicht entfernt werden. Max-Niklas Gille, Pressesprecher  der Hausverwaltung Vonovia SE,  erörterte: „Unser Mitarbeiter Nazmi Korkmaz  hatte die Idee, den Baumstumpf entsprechend zu erhalten und zu verschönern. So sind wir in Kontakt mit dem renommierten Kettensägen­künstler Michael Knüdel getreten. Ziel war es, unseren Mietern vor Ort ein attraktives Andenken an den Baum, aber auch die Modernisierungen zu geben. So entstand die Idee, aus dem Baumstumpf eine Skulptur zu machen. Hier passte die für Hamburg typische Figur des Wasserträgers besonders gut.” Der Kettensägenkünstler Michael Knüdel aus Bispingen ist gelernter Kaufmann und machte nach fünf Jahren 2008 sein Hobby zum Beruf. „Ich habe mir die Hummelfigur am Computer ausgedruckt und dann nach Maßstab großteilig auf den Baumstumpf übertragen.” Nach drei Tagen intensiver Arbeit war das Werk vollendet. Das Werk soll langfristig für die Anwohner erhalten bleiben. „Unsere Objektbetreuer vor Ort sind angehalten, die Figur regelmäßig zu pflegen.”

Die Nachbarschaft ist sich einig: Der Wasserträger kommt gut an. „Hummel, Hummel!– Mors, Mors!” kn

Comments are closed.