Verhalten optimistisch hofft die Schulleiterin, dass der Neubau am Rönnkamp zum nächsten Schuljahr bezugsfertig ist Foto: kk

Durchbruch im Sommer

An der Grundschule Rönnkamp läuft beim Neubau nicht alles glatt

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Der Neubau an der Grundschule Rönnkamp in Schnelsen wird sehnsüchtig erwartet. Kompromissbereitschaft und kreative Lösungen machen die lange Bauphase noch erträglich.

 

Seit der Einführung der GBS (Ganztägige Bildung und Betreuung an Schulen) im Schuljahr 2013/14 herrscht an der Grundschule Rönnkamp „absolute Raumnot“, erklärt Schulleiterin Angelika Wiechel. Schließlich sei die Schule nur für die Vormittagsnutzung gebaut worden. Nun nehmen 168 der insgesamt 206 Schüler die GBS in Anspruch. Tendenz steigend: Im vergangenen Jahr nutzten bereits alle Erstklässler und Vorschulkinder das Ganztagsangebot. „Das heißt, wir essen jetzt in der Bücherei.“ Musikzimmer und Bibliothek teilen sich seither einen Raum. Teilen ist ein gutes Stichwort am Rönnkamp: Für alle GBS-Betreuer gibt es nur ein kleines, vollgestelltes Zehn-Quadratmeter-Büro. Die stellvertretende Schulleitung sitzt im „Gesundheitszimmer“ – also zwischen kranken Kindern. „Wir freuen uns sehr, wenn wir zumindest endlich einen GBS-Mitarbeiterraum, einen Beratungsraum, ein zusätzliches  Klassenzimmer und eine Forscherwerkstatt bekommen“, so Wiechel.  Das sei dringend notwendig, wenn auch immer noch nicht ausreichend. „Wir haben einfach zu wenige Rückzugsmöglichkeiten.“

Durch den Neubau wurde der ohnehin schon nicht besonders große Schulhof noch einmal stark verkleinert. Um Platz zu schaffen, wurden Rückhaltebecken verlagert. Doch bis feststand, welche Behörde für die Finanzierung zuständig ist und welche Auflagen erfüllt werden müssen, verging viel Zeit – in der nicht gebaut wurde.

Ein weiterer Baustopp kam kurz vor Weihnachten, weil sich die Baunormen bezüglich des Daches geändert hatten. Es musste neu geplant, neu gerechnet und der Auftrag neu vergeben werden. In der Zwischenzeit hatte sich aufgrund des nicht vollständig geschlossenen Daches Feuchtigkeit im an den Neubau angrenzenden Klassenraum gebildet.

Ein Fluchtweg, der auch allen Anwohnern als Zugang zum Wassermannpark diente, wurde wegen der Baustelle gesperrt. Ein neuer Zugang musste her. Die Wahl fiel auf eine Fußgängerbrücke, deren maroder Belag zunächst erneuert werden musste. Positiver Nebeneffekt: Die Schüler können nun bequem durch den Park zum Schulhof gelangen ohne eine Straße zu passieren.

Lob für alle Handwerker

Die Handwerker tragen ihren Teil zum reibungslosen Schulalltag bei und liefern extra nicht in der Zeit rund um den Unterrichtsbeginn an. Wiechel spricht „ein großes Lob an alle Gewerke“ aus. Innenarbeiten werden möglichst schon zwischen sechs und acht Uhr morgens erledigt.

Ein aufwendiger Durchbruch wird erst in den Sommerferien erfolgen. Dass viel Rücksicht genommen wird, ist eine besonders gute Erklärung für längere Bauphasen. kk

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