Auf dem Grundstück Osterfeldstraße 8 sind 180 Wohnungen geplant Foto: mf

Lokstedter wehren sich

Bürgerinitiative gegen Expresswohnungsbau mit Flüchtlingsunterkunft

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Direkt an der Grenze zu Lokstedt plant der Bezirk Hamburg Nord in der Osterfeldstraße 8 und 16 rund 480 Wohnungen für Flüchtlinge. Gegen die Pläne haben Anwohner aus Lokstedt und Eppendorf eine Bürgerinitiative gegründet. 

 

Im sogenannten Expresswohnungsbau sollen in der Osterfeldstraße Folgeunterkünfte für rund 2500 Geflüchtete entstehen. Bauherr Hans W. Maas will  seine Grundstücke, auf denen sich aktuell ein Gebrauchtwagenhändler und eine ehemalige Möbelfabrik mit Modeagenturen befinden, mit Wohnungen bebauen und diese für 15 Jahre an den Träger fördern und wohnen vermieten. Im Anschluss sollen sie als Eigentum verkauft oder zu ortsüblichen Preisen vermietet werden. Möglich macht den Bau von Flüchtlingsunterkünften im  Gewerbegebiet der Paragraf 246 Absatz 10, eine Änderung im Baugesetzbuch. „Gewerbe wird verdrängt, Arbeitsplätze werden vernichtet“, protestiert die Bürger- initiative  „Eppendorf/Lokstedt: Integration statt Großsiedlung“, die sich Anfang Februar vorwiegend aus Anwohnern gegründet hat. Eine Integration so vieler Menschen an diesem zentralen Standort könne nicht gelingen sondern solle dauerhaft und dezentral in den Stadtteilen Lokstedt, Eppendorf und Hoheluft-Ost erfolgen. Michael Aldag vom Gewerbeverein  Kaufleute & Co. Lokstedt, der in der Osterfeldstraße 10 eine Druckerei betreibt, sieht die Zukunft des Gewerbes durch eine Änderung des Planrechtes gefährdet: „Dies ist ein Gewerbegebiet mit entsprechender Lärm- und Luftemission. Eine Druckerei arbeitet nachts, ebenso wie eine benachbarte Großküche. Auch die Betriebe werden nachts beliefert. Das wird in einer Mischbebauung problematisch. Hier werden Fakten in Stein gemeißelt.“ mf

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