Herzlichen Glückwunsch Die U-Bahn-Haltestelle Niendorf Nord ist 25 Jahre alt. Der damalige Bürgermeister Henning Voscherau (li.)gab 1991 das Abfahrtssignal Fotos: Hochbahn und Walter Pruns

Großer Bahnhof in Niendorf Nord

Vor 25 Jahren am 9. März 1991 wurde das letzte Stück der U2 von Niendorf Markt bis zur Endstation eröffnet

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Anlässlich der Eröffnung der U-Bahn-Haltestelle Niendorf Nord gab es sogar einen Post-Sonderstempel. Immerhin war der 9. März 1991 ein für den Stadtteil prägendes Datum.

 

Vor 25 Jahren wurde die Strecke von Niendorf Markt bis Niendorf Nord eingeweiht und damit den Bewohnern im Bereich von gleich drei Haltestellen eine Direktverbindung in die Innenstadt ermöglicht. An der Station Schippelsweg hielt der damalige Wirtschaftssenator Wilhelm Rahlfs eine Rede, an der Joachim-Mähl-Straße übernahm dies Ingrid Nümann-Seidewinkel als damalige Bezirksamtsleiterin. An der Endstation Niendorf Nord feierten schließlich über 30 000 Menschen das Großereignis bei einem Drei-Tages-Fest, dem auch Bürgermeister Henning Voscherau und Bausenator Eugen Wagner beiwohnten.

„Es war das außergewöhnlichste Fest, dass ich je mit organisiert habe“, so Walter Pruns, damals Geschäftsinhaber in Niendorf Nord und Vorsitzender der Werbegemeinschaft des NNZ. „Am Eröffnungstag kamen auf beiden Schienen gleichzeitig die neuen DT 4 U-Bahn-Wagen mit rund 600 Offiziellen wie dem  Bürgermeister, von der Baubehörde und vom HVV nach Niendorf Nord gefahren. Nach den Eröffnungsreden ging man in ein großes Zelt, wo wir den geladenen Gästen Erbsensuppe anboten“, erinnert er sich. Rund 90 Stände vom Schausteller bis zum Imbiss gab es an den drei Jubeltagen, dazu Disco, Festball, Gottesdienst und kostenlose Fahrten mit der U2 bis zum Tibarg. „Obendrein hatten wir herrlichstes Wetter, schien an allen drei Tagen die Sonne“, so Pruns. Es war damit nach den sechs Jahre dauernden Arbeiten für alle ein versöhnliches Ende.  Denn der hohe Grundwasserstand bereitete während der Bauphase immer Probleme und verzögerte die Fertigstellung. Auch der Tunnelbau in offener Bauweise innerhalb der Straßenbegrenzung an der Paul-Sorge-Straße gestaltete sich nicht immer einfach.

Besondere Aufmerksamkeit wurde übrigens der Geräuschdämmung auf der 2,4 Kilometer langen Strecke gewidmet. Statt der sonst üblichen Schwellen im Schottbett wurden gummigelagerte Gleistragplatten aus Stahlbeton eingebaut. Letztlich kostete der komplette Bau rund 200 Millionen DM. Heute nutzen rund 10 000 Fahrgäste werktags die U- Bahn-Station Niendorf Nord, im Schippelsweg sind es rund 4500, in der  Joachim-Mähl- Straße 2300. moe

 

Kunst am Bau

 

Alle drei Haltestellen haben ihr ganz eigenes Gesicht, das auch mit künstlerischen Details gestaltet wurde.

 

Joachim-Mähl-Straße:  Die Haltestelle bekam eine grün-gelbliche Farbgebung, die an die ehemals ländliche Umgebung erinnern soll. Außerdem zieren die Zwischenebene große Bauernhaus-Motive und ein Relief zeigt den niederdeutschen Dichter Joachim Mähl mit seinen Lebensdaten.

 

Schippelsweg: Die in schlichtem Weiß gehaltene Haltestelle zieren Metalltafeln mit Darstellungen niederdeutscher Landschaftsszenen nach den Entwürfen des Künstlerehepaares Günter und Ursula Talkenberg.

 

Niendorf Nord: Die von den Mittelpfeilern auf dem Bahnsteig abgehenden Röhren symbolisieren einen Birkenwald. Und auch an den Wänden gestaltete Künstler Rolf Laute ein Mosaik mit Birken.

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