Trainieren seit Jahren Ju-Jutsu: Philipp (16), Niklas (15) und Catalina (14, v.l.) Foto: ar

Dieser Mix macht selbstbewusst

Ju-Jutsu wurde für Polizisten entwickelt – und begeistert heute Jung & Alt in der Niendorfer Waldsporthalle

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Es ist ein Mix aus Judo, Karate und Aikido – und vor allem als Selbstverteidigung gedacht. So macht Ju-Jutsu nicht nur fit, sondern auch selbstbewusst.

 

Mittwoch, 19 Uhr, in der Waldsporthalle des Niendorfer TSV: Leise Kommandos hallen durch den Raum, schnell bewegen sich die Jugendlichen vorwärts. Es sieht leicht und spielerisch aus – und ist doch höchste Konzentration. „Ju-Jutsu fördert und fordert den ganzen Körper“, sagt Trainerin Fatma Keckstein.

Dabei geht es hier nicht um Leistungssport. „Wir sind eine offene Gruppe, jeder ist willkommen“, freut sich die 51-Jährige Trainerin. Wichtig ist der Spaß an der Bewegung – und man darf keine Angst vorm Fallen haben. Denn natürlich gehören auch Wurftechniken zu Ju-Jutsu, auf Deutsch „sanfte Kunst“. Sie entwickelte sich aus mehreren Kampfsportarten und ist eine waffenlose Selbstverteidigung – und wurde zum Beispiel für die Polizei „erfunden“. Deshalb ist Ju-Jutsu „schnell und effektiv“, so die Trainerin.

Genau dieser Mix fasziniert  auch Niklas (15). Seit acht Jahren macht er Ju-Jutsu: „Ich wollte Kampfsport machen und mag das breitere Spektrum, diese Mischung aus Tritten, Würfen und Schlagtechnik.“ Neben ihm trainiert Catalina (14): „Zuerst habe ich nur meinen größeren Bruder begleitet, aber schnell wollte ich selbst mitmachen.“ Das Training macht sie nicht nur fit: „Ich bin auch selbstbewusster geworden.“

Begeistert ist auch Philipp (16): „Wer damit anfängt, bleibt dabei“, sagt er lachend. Seit einigen Monaten ist er auch als Co- Trainer für Kids im Einsatz. „Es bringt Spaß, das eigene Wissen weiterzugeben.“

Das Besondere an Ju-Jutsu: Es gibt keine super-starren Regeln, bestehende Konzepte werden ständig weiter entwickelt – und angepasst. Deshalb ist Ju-Jutsu auch eine Selbstverteidigungsart, die für jedermann geeignet ist, egal ob klein oder groß, jung oder alt. Jeder kann sich im Ju-Jutsu auf für ihn geeignete Techniken spezialisieren.

 Und noch etwas wird – ganz nebenbei – beim Ju-Jutsu gelehrt: „Die Anderen mit Achtung behandeln“, sagt Fatma Keckstein. Und genau das spürt man, wenn man in der Halle steht: Respekt – und ganz viel Spaß am Sport. ar

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