Einen dörflichen Charakter soll ein Teil der Unterkunft erhalten Foto: mf

Bald bezugsbereit

1800 Menschen soll die neue Erstaufnahme in Niendorf beherbergen

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Am 15. März sollen die ersten 384 von insgesamt 1 800 Flüchtlingen in die neue Zentrale Erstaufnahmestelle (ZEA) in der Niendorfer Schmiedekoppel einziehen.  Betreiber ist der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der bereits die benachbarte ZEA Papenreye betreut.

 

Die Nähe zu den als Unterkunft für rund 800 Menschen genutzten Tennishallen in der Papenreye wertet der ASB als Vorteil:  „Wir können ein gemeinsames Netzwerk nutzen und haben den Vorteil, dass wir unser Know-How austauschen können. Zudem können wir uns an den Standorten personell und materiell aushelfen. Wenn wir Angebote wie beispielsweise die Stadtrundfahrten mit den Doppeldeckerbussen machen oder Kooperationspartner gewinnen, dann können beide Standorte davon profitieren“, so ASB-Sprecherin Petra Witt.

Wünscht sich viele ehrenamtliche Unterstützer: ZEA-Leiterin Inga Schulze vom ASB Foto: mf

Auf den Grundstücken Schmiedekoppel 29 und 30 sollen bis Ende April Container mit Plätzen für 1 000 Menschen und Holzhäuser für 800 Menschen belegt sein.  Umgeben von einem zwei Meter hohen und acht Meter breiten Wall haben die Architekten auf der als Gewerbegebiet ausgewiesenen Fläche eine dörfliche Struktur angedacht „mit vielen Angeboten gegen die Langeweile wie Sport, Gesprächskreise, Deutschunterricht und Ausflüge“, so Inga Schulze vom Betreiber ASB, Leiterin der Unterkunft.


Sogar eine Schule

Auf beiden Grundstücken sind Spielplätze eingeplant, es gibt jeweils bewachte Zugänge und auch eine Schule und Kita. Vor der neuen ZEA wurden auch die Geh- und Radwege großflächig instand gesetzt: „Die Maßnahme wurde auch aufgrund der künftig höheren Nutzungsfrequenz im Zuge der Unterkunft als notwendig erachtet“, so Elmar Schleif vom Bezirksamt Eimsbüttel. Ehrenamtlich wird der ASB von der Initiative Wir für Niendorf unterstützt, die auch schon in der Papenreye aktiv ist. Dass man sich und die Strukturen bereits kenne, ist auch für Pastorin Maren Gottsmann von Wir für Niendorf ein großer Vorteil. „In unserem Verteiler sind rund 600 Interessierte, etwa 350 Ehrenamtliche sind aktiv“, so Gottsmann. Gesucht wird derzeit Unterstützung für den Deutschunterricht in der Schmiedekoppel. Der Aufenthalt in der ZEA ist für maximal sechs Monate geplant, danach sollen die Flüchtlinge in Folgeunterkünfte umziehen. mf

 

 

Ehrenamtlich helfen

 

Wer ehrenamtlich Deutsch unterrichten möchte, kann eine E-Mail senden an fluechtlingsarbeit@kirche-in-niendorf.de mit dem Betreff „Deutsch – Schmiedekoppel“. Weitere Infos zur ehrenamtlichen Mitarbeit auf www.kirche-in-niendorf.de. Die nächste Vollversammlung der Initiative Wir für Niendorf findet statt am Mittwoch, 13. April, 19.30 Uhr in der Verheißungskirche, Sachsenweg 2. Der ASB ist erreichbar unter anwohnerfragen@ASB-Hamburg.de und für interessierte Helfer unter ehrenamt-niendorf@asb-hamburg.de

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