Die Initiatoren Holger Schley, Nina Häder, Christoph Thiele, Reder Wullenweber, Susanne Weissermel (unten von links), Angelika Zander und Kerstin Huttanus (oben v.li.) freuen sich mit Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke (oben ganz rechts) über die Einrichtung des Nachfolge-BID Foto: moe

Runde Zwei ist gestartet

Der Business Improvement District Tibarg geht in die Verlängerung

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Zum 17. Februar wurde per Rechtsverordnung der Business Improvement District (BID) Tibarg II eingerichtet. Dafür bringen die Grundeigentümer der Fußgängerzone ein Budget von rund 1,2 Millionen Euro auf und entschieden sich für die Stadt + Handel City- und Standortmanagement BID GmbH als Aufgabenträger. Als geschäftsführende Gesellschafterin des Unternehmens bleibt die bisherige Quartiersmanagerin Nina Häder weiterhin für den Tibarg zuständig. Redakteurin Claudia Möller traf sie und den bisherigen Sprecher des BID Tibarg I Lenkungsausschusses, Reder Wullenweber, zum Gespräch.

 

Niendorfer Wochenblatt: Warum fungiert nicht mehr wie beim ersten BID die Arbeitsgemeinschaft Tibarg (AGT) als Aufgabenträger?

Reder Wullenweber: Ein Verein als BID-Aufgabenträger ist wegen der gestellten Anforderungen fast einmalig. Für den BID Tibarg I übernahmen die Hauptakteure neben ihrem ehrenamtlichen Engagement auch persönlich hohe finanzielle Bürgschaftsverpflichtungen. Die tägliche Arbeit der Beteiligten erforderte dabei einen extremen zeitlichen Aufwand. Das konnte kein Vorstandsmitglied erneut fünf Jahre leisten. Für den BID Tibarg II musste daher ein fachkundiges Unternehmen für die Übernahme der Aufgabenträgerschaft gefunden werden.


Nina Häder:
Mit drei weiteren Partnern habe ich die Stadt + Handel BID GmbH gegründet. Bei der Bewerbung um die Aufgabenträgerschaft des BID Ti-barg II mussten wir uns in einem spannenden Auswahlverfahren gegen drei starke und kompetente Mitbewerber durchsetzen und sind stolz, das geschafft zu haben.

 

NW: Und damit sind Sie auch weiterhin als Quartiersmanagerin vor Ort?

Häder: Uns ist unter anderem auch das Quartiersmanagement übertragen worden. Diese Aufgabe teilen sich meine neue Mitarbeiterin Vivienne Kalka und ich. Firmensitz und unser Büro befindet sich auf dem Tibarg, und hier möchte ich als Niendorferin wie bisher erfolgreich für unser Quartier wirken. Unabhängig davon managen wir auch das Quartier Bahnhofstraße im Auftrag der Blankeneser Werbegemeinschaft.

 

NW: Der BID Tibarg II umfasst nun ein kleineres Gebiet?

Wullenweber: Ja, aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen erforderten die Herausnahme mehrerer Grundstücke bzw. Teilflächen. Das kleinere BID Gebiet führt leider zu einer etwas geringeren finanziellen Basis des BID Tibarg II.

 

NW: Welche Maßnahmen sind nun in den nächsten fünf Jahren geplant?

Häder: Der BID finanziert jetzt wieder den Einsatz von Tibargmeister Bajram Abazi und den zusätzlichen Winterräumdienst auf dem Tibarg, übernimmt außerdem die Unterhaltungskosten für die mit dem BID I erschaffenen Werte wie die Spielgeräte, den Brunnen, die Bepflanzung des Dorfplatzes, das WLAN und natürlich die Weihnachtsbeleuchtung. Es wird auch wieder einen Tibarg-Kalender und einen Standortflyer geben.

 

NW: Das Marketing ist überhaupt eine der größten Maßnahmen beim BID II?

Häder: Ja, mit dem BID II haben wir uns die Digitalisierung auf die Fahnen geschrieben. Der Tibarg soll mit seiner Vielfalt an Gewerbetreibenden noch mehr und ausführlicher im Internet vertreten sein. Unsere Vorstellung ist ein Online-Marktplatz, der das Angebot unserer Geschäfte präsentiert. So sollen die Kunden erfahren können, wo sie welche Produkte auf dem Tibarg und im Center bekommen.

 

 

Der BID Tibarg ist ein Musterbeispiel

 

 

Torsten Sevecke, Bezirksamtsleiter Eimsbüttel: „Der BID-Tibarg ist ein Vorzeige- BID und setzt sich jetzt mit dem zweiten Schritt nochmals ab. Dass sich alle Beteiligten einig sind und in die gleiche Richtung gehen wollen, macht den BID Tibarg so erfolgreich.“

 

Dorothee Stapelfeldt, Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen: „In den vergangenen zehn Jahren wurden in Hamburg bereits an 15 Standorten Business Improvement Districts eingerichtet, die alle dazu beitragen, dass sich die Hamburgerinnen und Hamburger wieder stärker mit ihren Zentren identifizieren. Das BID Tibarg ist dafür ein Musterbeispiel. Die Initiatoren haben es geschafft, das Quartier nicht nur bei den direkten Anliegern, sondern auch bei den Anwohnern der umliegenden Stadtteile als schönen, familienfreundlichen Ort zum Bummeln und Einkaufen zu etablieren.“

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