Einmal die Woche wird trainiert, z.B. das Gleichgewicht: Diplom-Sportlehrerin Hanja Pruski (links) und die Seniorengruppe vom Gym Schnelsen Foto: ar

Bewegung für alle

Vom Supermarkt zum GYM für alle Generationen und Nationalitäten

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Früher wurden hier Lebensmittel verkauft. Jetzt wird in den Räumen am Graf-Johann-Weg geschwitzt und viel gelacht. Denn beim GYM Schnelsen geht es um Bewegung und viel Spaß

 

Donnerstags, 10 Uhr: Diplom-Sportlehrerin Hanja Pruski gibt leise Kommandos – schon werden Arme gehoben, gedehnt, gedreht. Auf dem Plan: Spielerische Gymnastik für Senioren. „Dabei trainieren wir Gleichgewicht, Kraft, Koordination und es werden Muskeln aufgebaut.“

Der Senioren-Sport ist nur eins von vielen Angeboten des GYM Schnelsen. Montags um 8.30 Uhr geht’s fit in den Tag, um 9.30 Uhr folgt Rückenfit, um 16.15 Uhr treffen sich 12- bis 16-Jährige zum Hip-Hop, dazu kommen noch Pilates-Kurse, Folklore, Body- Workout, Kindertanzen, Bauch-Beine-Po und WingTsun, eine Selbstverteidigungsart, die von Frauen erfunden wurde.

Was nach einem normalen Sportverein klingt, ist ein besonderes Projekt. „Wir wollten hier im Wohngebiet den Menschen Sport bieten – ganz offen, ohne dass sie in einen Verein eintreten müssen“, erklärt Katrin Lange vom SV Eidelstedt, der das Projekt anbietet. Denn die Mitgliedsbeiträge kann sich nicht jeder leisten. Finanziert wird das GYM vom Verein und vom Bezirksamt, organisiert werden die Kurse vom Verein, dem Jugendclub und dem Kinder- und Familienzentrum. Jeder kann ohne Anmeldung mitmachen. Kinder und Jugendliche zahlen nichts, wer über 18 ist gibt einen Euro pro Stunde.

„Es ist auch eine interkulturelle Begegnungsstätte. Also ein Projekt, das einen Beitrag zur Prävention zum Beispiel von Gewalt und Fremdenfeindlichkeit leistet“, sagt Katrin Lange. Es funktioniert. „Ich lerne hier Menschen aus vielen Ländern kennen“, schwärmt Werner (69). Und Lohni (74): „Es bringt unheimlich viel Spaß, wir sind eine tolle Truppe.“ ar

 

www.sve-hamburg.de

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