Glückliche Jubilarin Ruth Geede feierte ihren 100. Geburtstag Foto: kn

„Mein Alter scheint mir selbst unglaublich”

Ruth Geede feierte ihren 100.Geburtstag am Sonnabend in Niendorf

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Hundert Jahre ist Ruth Geede jetzt alt und arbeitet noch immer als freie Journalistin  in ihrem Haus in Niendorf – mit eigenem Eichhörnchen vor dem Fenster.     

 

Im Jahre 1916, als Kaiser Wilhelm II.  Krieg führte,  in diese Zeit hinein wurde am 13. Februar Ruth Geede in Königsberg  geboren. Niemand hätte damals damit gerechnet, dass das Frühchen überhaupt eine Überlebenschance hätte und schon gar nicht damit, dass aus ihm einmal eine erfolgreiche Schriftstellerin werden würde, die als 100-Jährige immer noch am Schreibtisch sitzt, um wöchentlich ihre eigene Rubrik „Ostpreußische Familie“ im ‚Ostpreußenblatt’ zu füllen. Menschen aus aller Welt, die nach vermissten Angehörigen suchen, steht sie damit als Zeitzeugin zur Seite oder hilft jungen Wissenschaftlern auf der Suche nach historischen Fakten. Belohnt wurde ihr unermüdlicher Einsatz mit zahlreichen Auszeichnungen –  1985 erhielt sie das  Bundesversdienstkreuz am Bande.

Den größten Bruch im Leben der Jubilarin brachte der zweite Weltkrieg. Sie musste ihre Heimat Ostpreußen verlassen und begann 1948 ein Volontariat bei der Landeszeitung Lüneburg wo sie bis 1995 tätig war. Sogar Hörspiele und Theaterstücke schrieb sie, das Ohnsorg-Theater spielte ihre Werke. Mit 41 Jahren wurde die Journalistin  Mutter. „Ich habe die Geburt meines Sohnes als Jungbrunnen empfunden“, erzählt sie stolz. Heute lebt Ruth Geede  mit ihrem Sohn und seiner Familie räumlich getrennt unter einem Dach in Niendorf.

Und was sie sich wünscht: „Ich möchte gesund bleiben  und weiterarbeiten.“ kn

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