Es hilft, sich auch den eigenen Ängsten zu stellen

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Ich helfe, weil Integration nur über den direkten Kontakt und die Sprache gelingen kann. Das galt auch für mich:

 

Als eher ängstlichem Menschen und Bedenkenträger gingen mir einige Sorgen durch den Kopf, als Ende 2014 vermehrt über die Flüchtlingskrise berichtet wurde. Sorgen, denen ich mich stellen wollte. Im März 2015 begann ich, in der ZEA Niendorfer Straße Deutsch zu unterrichten und den Geflüchteten erste Worte oder Sätze und den Kontakt zum Deutschen zu vermitteln. Ich war überrascht, was für freundliche Menschen ich dort antraf. Leider gab es den Refugee-Guide, der gerade zur Vermittlung kultureller Unterschiede wie der Gleichberechtigung als Pflichtlektüre eingesetzt werden sollte, erst sehr viel später. Mit jungen Syrern habe ich über die kriminellen Taten zu Silvester gesprochen, alle waren davon angewidert. Mir ist bewusst, dass ich mit meiner Arbeit an der Integration nur ein winziges Rädchen bin. Aber viele Rädchen können etwas ins Rollen bringen. mf

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