Streckenverlauf Die Verbindung von Bramfeld zum Siemersplatz ist gesetzt. Für die Erschließung des Hamburger Westens gibt es derzeit noch mehrere Varianten Foto: Hamburger Hochbahn

Eine U-Bahn für Lokstedt?

Mitte der 30er Jahre könnte der Siemersplatz endlich an das Schienennetz angeschlossen werden

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Seit Jahrzehnten warten die Lokstedter darauf, dass der Siemersplatz eine U-Bahn-Haltestelle bekommt. Nun könnte dieser Wunsch endlich in Erfüllung gehen. Im Streckenverlauf der geplanten Linie U5, die von Bramfeld bis zum Osdorfer Born führen soll, ist eine Station am Lokstedter Verkehrsknotenpunkt gesetzt.

 

Dies bestätigte Gerhard Schenk während eines Info-Abends des CDU-Ortsverbands Lokstedt, Niendorf, Schnelsen im New Living Home. Gemeinsam mit dem Bürgerschaftsabgeordneten Carsten Ovens und dem Bundestagsabgeordneten Rüdiger Kruse hatte der Bereichsleiter für Unternehmenssteuerung und Systementwicklung bei der Hamburg Hochbahn, Gerhard Schenk, auf dem Podium Platz genommen, um interessierte Bürger frühzeitig über die Planungen hinsichtlich des neuen Streckennetzes zu informieren.

Bis die U-Bahnen unter dem Siemersplatz hindurchrattern, können allerdings noch Jahre vergehen. Mitte der 2030er Jahre sei ein „ambitioniertes, aber realistisches“ Ziel, so Schenk.

Das komplette Projekt befindet sich noch in der Planungsphase. Für den ersten Teilabschnitt von Bramfeld über Steilshoop bis zur City Nord liegt bereits eine Machbarkeitsstudie vor, Baubeginn könnte hier 2021 sein. Die Machbarkeitsstudie für den zweiten Teilabschnitt von der City Nord über Winterhude, Uhlenhorst, St. Georg, Innenstadt, Universität und Hoheluft startet ebenfalls noch in diesem Jahr. 

Das Podium Der CDU- Bürgerschaftsabgeordnete Carsten Ovens (v.li.), Gerhard Schenk von der Hamburger Hochbahn und der CDU- Bundestagsabgeordnete Rüdiger Kruse informierten über den geplanten Bau der U-Bahn-Linie U5Foto: cs

Zwei Varianten

Auf dem dritten Teilabschnitt wird es dann kniffelig. Für die Verbindung vom Siemersplatz zum Osdorfer Born stehen derzeit noch zwei verschiedene Varianten zur Disposition. Der sogenannte Nordkorridor verläuft vom Siemersplatz über Stellingen, die Arenen und Lurup zum Osdorfer Born. Der Südkorridor schwenkt nördlich der Hoheluftbrücke nach Südwesten Richtung Diebsteich aus und führt weiter über Bahrenfeld Richtung Lurup und Osdorfer Born.  Sollte diese Variante den Vorzug erhalten, bekäme die U5 außerdem zwei Streckenäste. Ab der Haltestelle Hoheluftbrücke führen die Züge dann abwechselnd zum Siemersplatz und zum Osdorfer Born.

„Können Sie uns bestätigen, dass die U5 unabhängig von der politischen Verantwortung, die sich bis in die 2030er Jahre noch mehrmals ändern kann, auf jeden Fall gebaut wird?“, wurde Schenk am Ende der Veranstaltung gefragt. Das konnte er nicht: „Unabhängig von der Politik sind wir erst nach dem Planfeststellungsverfahren – und bis dahin ist es noch ein weiter Weg.“

Außerdem: Für die Anbindung des Osdorfer Borns werde derzeit parallel eine Erschließung durch die S-Bahn geprüft. Diese könnte sich im Bereich Stellingen, Diebsteich und/oder Bahrenfeld in das Streckennetz einfädeln und den Siemersplatz im wahrsten Wortsinn links liegen lassen. „Der System- und Variantenvergleich ist bereits in Arbeit“, betonte Schenk, eine Entscheidung solle noch diesen Sommer getroffen werden. cs

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