Rund ein Dutzend Aktivisten der Friedensinitiative protestierten gegen die Bundeswehr als Aussteller bei der Jobmesse Let‘s Care in Schnelsen Foto: si

Lass dich nicht für den Krieg ausbilden!

Friedensinitiative wendet sich gegen die Bundeswehr als Arbeitgeber

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Es nieselt, es ist grau und kalt. Doch die Stimmung ist positiv. „Die jungen Leute nehmen unsere Flugblätter sehr gut an“, freut sich Holger Griebner. Er ist einer von rund einem Dutzend Aktivisten der Friedensinitiative Niendorf, die vergangene Woche vor der Messe Schnelsen demonstriert.

 

Schulklassen strömen zahlreich vorbei, denn drinnen findet die Let‘s Care statt, eine Messe für . Einer der Aussteller ist die Bundeswehr. Und gegen die wendet sich die Friedensinitiative.


Deutliche Symbolik

„Kein Werben fürs Töten und Sterben“ ist in großen Lettern auf dem Transparent zu lesen. Ein mitgebrachter Sarg soll dies auch bildlich verdeutlichen. Gelegentlich steigt Holger Griebner hinein, verliest per Megafon, warum die Bundeswehr nach Meinung der Initiative auf einer Jobmesse nichts zu suchen habe und fordert auf, eine Petition gegen Rüstungsexporte aus Hamburg zu unterzeichnen (Internet: www.ewnw.de/hamburger-petition-gegen-ruestungsexporte).

„Wir spüren eine starke Bedrohung. Die Situation ist gefährlich wie noch nie seit 1945, alles steuert auf einen Krieg zu“, sagt er. In 17 Ländern sei die Bundeswehr mittlerweile aktiv und rekrutiere eben auch auf Messen wie dieser Nachwuchs für die zunehmenden Kriege. „Keine Bundeswehr an Schulen und auf Jobmessen! Für die Beendigung aller Kriegseinsätze!“ So lautet darum die Forderung, die durchaus zynisch mit der Einladung zum Probeliegen für zukünftige Bundeswehrsoldaten und -soldatinnen im Sarg unterstrichen wird. „Aber ist Krieg nicht noch viel zynischer …“, gibt Holger Griebner zu bedenken. si

 

Friedensinitiative

Sie trifft sich jeden dritten Montag im Monat im Haus der Jugend Niendorf,  Vielohweg 152. Nähere Informationengibt es bei Anne Harden unter Tel.: 551 11 26.

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