Offiziell geht Pastor Hahn Ende Februar in den Ruhestand, wird aber am kommenden Sonntag schon von seiner Gemeinde verabschiedet Foto: moe

Ein authentischer Paradiesvogel

Pastor Hahn wird am 24. Januar verabschiedet und geht Ende Februar in den Ruhestand

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Eine Trauung in der Adventskirche Ende Februar wird seine letzte offizielle Amtshandlung sein. Bereits jetzt am Sonntag, 24. Januar, feiert schon die Kirchengemeinde Schnelsen den Abschied von Pastor Peter „Pitt“ Hahn.

 

„Mit allem, was ich gelernt habe und kann, möchte ich in der Gemeinde anwesend sein“, wünschte sich Peter Hahn 1997 bei seiner Wahl zum Pastor in Schnelsen. 18 Jahre lang kümmerte sich der gebürtige Ostdeutsche seiner Ambition entsprechend intensiv im Stadtteil um alle kirchlichen Belange. Vorausgegangen war dem ein nicht unbedingt geradlinige Weg: Theologie-Studium in Leipzig, Schlosserausbildung, Hausmeisterjob, 1989 Flucht mit der Familie nach Westdeutschland, Arbeit als Personalreferent, Arbeitslosigkeit. „Ich hab viel erlebt und gesehen, war ein bisschen auch Paradiesvogel“, so Pastor Hahn. Seine authentische Art zeichnete auch sein Wirken für die Gemeinde aus. „Mancher Gottesdienst war sicherlich länger als geplant“, so der Dreifach-Vater. Mit Hingabe widmete er sich den gemeindlichen Herausforderungen in der Erwachsenen-, Ehrenamtlichen- und Seniorenarbeit.

Er brachte die Bildung des Fördervereins Mahnmal Burgwedel auf den Weg, ebenso in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm die jährliche Gedenkveranstaltung auf dem Roman-Zeller- Platz in Erinnerung an die ermordeten Mädchen und Jungen.

In den vergangenen Monaten bestimmte vor allem das Engagement für Flüchtlinge seine Kirchenarbeit. Gemeinsam mit unzähligen Ehrenamtlichen ist die Schnelsener Gemeinde für die Unterkünfte in der Flagentwiet und Pinneberger Straße aktiv. Außerdem gewährte Peter Hahn einem jungen Iraner Kirchenasyl, der nun mittlerweile eine Aufenthaltserlaubnis bekommen hat. „Sowohl die Flüchtlingsarbeit als auch das Gedenken an die Kinder vom Bullenhuser Damm werden mich sicherlich auch im Ruhestand begleiten.“ Vollstopfen möchte er aber seinen Terminkalender nicht jetzt schon. „Ich habe es nicht wirklich geschafft, zwischen Freizeit und Arbeit zu trennen. Darunter litt natürlich das Familienleben“, so der Pastor. Nun soll es mehr Freiräume geben für Ausflüge mit der Ehefrau im Wohnmobil, für Bücher, Kino und das Motorrad. „Ich bin gespannt, wie sich alles entwickelt“, so Peter Hahn. moe

 

Gemeinde sagt „Tschüß“

 

Am 24. Januar wird in der Adventskirche, Kriegerdankweg 7c, um 10 Uhr die feierliche Verabschiedung von Pastor Peter Hahn gefeiert. Anwesend sein wird auch Probst Karl-Heinrich Melzer. 

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