Deckel voll im Zeitplan

Verantwortliche ziehen eine positive Bilanz zum A7-Ausbau

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Es ist die größte Autobahnbaustelle Deutschlands: Der A7-Ausbau.  Auf einer Gesamtstrecke von 65 Kilometern, vom Autobahndreieck Nord-West in  Hamburg bis zum Bordesholmer Dreieck in Schleswig-Holstein, werden die Fahrbahnen erweitert, 72 Brücken saniert, angepasst oder neu gebaut und auf Hamburger Seite insgesamt drei Lärmschutzdeckel errichtet.

 

Ein Großteil davon betrifft auch den Stadtteil Schnelsen, wo in diesem Jahr der erste Lärmschutzdeckel auf einer Länge von 550 Metern Länge errichtet wird.

Der Startschuss zum A7-Ausbau, der bis 2018 abgeschlossen sein soll, fiel vor gut einem Jahr. Zeit, für die Verantwortlichen beider Länder, den Hamburger Verkehrssenator Frank Horch und seinen schleswig-holsteinischen Kollegen Reinhard Meyer, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Und die fällt durchweg positiv aus.

Erste Meilensteine seien in diesem Zusammenhang der Abbruch der Brücken Frohmestraße und Heidlohstraße in Schnelsen gewesen, so Horch. Das nächste große Ziel sei nun die Übergabe des ersten Bauabschnitts, vom Bordesholmer Dreieck bis zur Anschlussstelle Neumünster-Nord, an die Straßenbauverwaltung Schleswig-Holstein zum Jahresende 2016. 


Voll im Plan

Die Fertigstellung des Bauabschnitts 7, der vom Dreieck-Nordwest bis Schnelsen- Nord reicht, sei für März 2018 geplant. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass es bei diesem Zeitplan bleibt. Im ersten Jahr ist bereits rund ein Viertel der Gesamtstrecke betoniert worden“, erläuterte Reinhard Meyer.

So wenig wie möglich

Insgesamt habe sich die zwischen den Ländern abgestimmte Verkehrsführung bewährt, berichtete Horch. Verkehrseinschränkungen würden so gering wie möglich gehalten: In der Regel seien vier bis sechs Verkehrsstreifen verfügbar, mit besonderen Vorkehrungen für Groß- und Schwertransporte.

Auch die in diesem Jahr erforderlichen, kurzzeitigen Vollsperrungen der Autobahn, in der Nacht oder am Wochenende, sind nach Angaben des Verkehrssenators insgesamt gut verlaufen. „Nicht zuletzt, weil sie von den Verkehrsteilnehmern mit viel Verständnis begleitet wurden“, ergänzte Meyer.                 

Nichtsdestotrotz wird die Geduld der Autofahrer auch im kommenden Jahr weiter auf die Probe gestellt werden: Immerhin sind für 2016 insgesamt sechs Vollsperrungen geplant:

Quartal I/2016: einmalige Sperrung für zwölf Stunden zwischen den Anschlussstellen HH-Schnelsen-Nord und Kaltenkirchen wegen des Ausbaus der Traggerüste an den Brücken Am Hagen/Spann,  Kadener Weg und Wirtschaftsweg Schirnau.


Quartal I/2016:
einmalige Sperrung für zwölf Stunden zwischen den Anschlussstellen Neumünster-Nord und Neumünster-Mitte wegen des Ausbaus eines Traggerüst an der Brücke Prehnsfelder Weg.


Quartal II/2016:
zweimalige Sperrungen für jeweils zwölf Stunden zwischen den Anschlussstellen Quickborn und HH-Schnelsen-Nord wegen des Abbruchs und Einbaus eines Traggerüsts an der Brücke Norderstedter Straße.


Quartal II/2016:
wechselseitige Sperrungen für jeweils acht Stunden zwischen den Anschlussstellen HH-Stellingen und dem Dreieck HH-Nordwest wegen des Einbaus von Brückenfertigteilen an der Brücke „Niendorfer Gehege“.


Quartal III/2016:
einmalige Sperrung für zwölf Stunden zwischen der Anschlussstelle Quickborn und HH-Schnelsen Nord wegen des Ausbaus des Traggerüsts  an der Brücke Norderstedter Straße.


Quartal III/2016:
einmalige Sperrung für 55 Stunden zwischen den Anschlussstellen HH-Stellingen und dem Dreieck HH-Nordwest wegen Abbruchs der Bestandsbrücke „Niendorfer Gehege“. cs

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