Mühsam sind die vielen Stufen für Eltern mit Kinderwagen oder Ältere. Rollstuhlfahrer müssen sich einen anderen Weg suchen Fotos: bk

Bauarbeiten ab Sommer

Die U-Bahn-Station Joachim-Mähl-Straße wird barrierefrei

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Zwei Aufzüge soll der Niendorfer U-Bahnhof Joachim-Mähl-Straße bekommen, und im Sommer des neuen Jahres starten die Bauarbeiten.

 

Das bestätigte Hochbahn- Pressefrau Christiane Becker dem Niendorfer Wochenblatt auf Anfrage. Die komplexen Arbeiten mit schwerem Gerät in engen Straßen werden bis ins Jahr 2018 hinein andauern. Auch Hagendeel und Merkenstraße stehen für 2016 auf der Liste, so dass nach Abschluss dieser Baumaßnahmen alle U 2-Haltestellen barrierefrei sein werden.

Außer den Aufzügen umfasst der barrierefreie Ausbau die Teilerhöhung der Bahnsteige, und für Sehbehinderte werden Orientierungshilfen installiert. An der Joachim-Mähl-Straße sollen im Zuge des barrierefreien Ausbaus auch die kaputten Wandfliesen ersetzt werden. Ein endgültiges Konzept hierfür ist immer noch in Arbeit.

Nach Angaben der Hochbahn funktioniert übrigens der neue Aufzug am Bahnhof Niendorf- Nord einwandfrei. Er war Ende November mit zwei Personen darin stecken geblieben, aber erneute Probleme soll es nicht gegeben haben.


Nur „teilweise barrierefrei“?

 

Neue Fliesen bekommt die Haltestelle an den Wänden und über den Gleisen im Zuge des barrierefreien Umbaus

Ein Sorgenkind hingegen ist die Internet-Auskunft, die anzeigen soll, ob ein Aufzug defekt oder intakt ist. So wurde zum Beispiel in letzter Zeit ein Aufzug bei der S-Bahn über Wochen noch als defekt gemeldet, obwohl er längst repariert war. Nach Aussagen von Rainer Vohl, Pressesprecher beim Hamburger Verkehrsverbund (HVV), kommt es zu solchen Störungen, wenn die Telefonleitung zwischen Aufzug und Server gestört ist.

Zurzeit wird aber vom Festnetz auf digitalen Mobilfunk umgestellt. Vohl zum Wochenblatt: „Damit sollten solche Probleme der Vergangenheit angehören.“ Noch gar nicht ans Meldesystem angeschlossen sind aber wichtige Umsteigestationen wie Elbgaustraße oder Dammtor, wo Rollstuhlfahrer im Jahr 2015 mehrmals durch langwierige Reparaturen überrascht wurden. bk

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