Und App geht’s auf der A7

Redakteurin Christina Sluga testet das kostenlose Angebot für Smartphones - die „A7-Nord“

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Autobahn-Ausbau und Lärmschutzdeckel: Auch in den kommenden Jahren bleibt die Autobahn A7 eine Dauerbaustelle. Staus und Sperrungen sind da an der Tagesordnung.

 

Ein kostenloses Angebot fürs Smartphone soll Autofahrer vor bösen Überraschungen schützen. Die App „A7-Nord“, erhältlich für die Betriebssysteme Android und iOS, ist seit März dieses Jahres verfügbar – und nach Angaben der verantwortlichen Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) ein voller Erfolg: Bereits in der ersten Woche wurde die App mehr als 28 000 Mal heruntergeladen.

„Auch heute, zehn Monate später, sind wir mit der Resonanz sehr zufrieden: Wir haben etwa 285 000 Seitenaufrufe pro Monat, zudem viel positives Feedback“, berichtet BWVI-Sprecher Richard Lemloh.

Zu den Nutzern der App „A7-Nord“ gehört auch Redakteurin Christina Sluga. Sie hat das Angebot für das Niendorfer Wochenblatt getestet.

Der Startbildschirm mit seinem Kachel-Aufbau erinnert ein wenig an das neue Windows. Die Menüführung ist übersichtlich und lässt sich individuell anpassen. Features, wie „Baustellen-SH“, „Termine und Ansprechpartner“ sowie „Tipps und Hinweise“, interessieren mich als Hamburger Autofahrer nicht. Unter „Einstellungen“ kann ich sie einfach wegklicken.


Verkehrsinfo:
Unter diesem Menüpunkt werden aktuelle Verkehrsmeldungen vom Norddeutschen Rundfunk übermittelt. Angezeigt werden jedoch zunächst nicht nur Staus und Baustellen auf der A7, sondern auch auf allen anderen Autobahnen sowie Straßen des Nordens. Pluspunkt: Sie können einfach weggeklickt werden. Minuspunkt: Diese Änderung lässt sich nicht in den Einstellungen speichern und muss bei jeder Anwendung neu vorgenommen werden.


Verkehrslage
: Die Verkehrslage auf der A7 und im Hamburger Stadtgebiet wird in Echtzeit dargestellt. Rot bedeutet Stau, grün heißt Freie Fahrt. Einfach, aber effektiv. Schade nur, dass der eigene Standort nicht auf der Karte angezeigt wird. Während der Fahrt ist man mit Google Maps deutlich besser beraten.


Kameras Rund um die A7:
Für die Autofahrer auf  der A7, werden Livebilder von acht Kameras zur Verfügung gestellt. Besonders toll: Ich kann einen direkten Blick auf die Anschlussstelle Schnelsen werfen. Außerdem gibt es Livecams rund um die A1 und das Hamburger Zentrum. Fazit: Die Qualität der Bilder könnte besser sein, aber ein tolles Angebot!


Aktuelle Meldungen zum Elbtunnel:
Der Menüpunkt doppelt sich mit dem Feature „Verkehrslage in Norddeutschland“. Gleiche Karte, gleiches Prinzip: Rot bedeutet Stau, grün freie Fahrt.


Aktuelle Anzeigen der Reisezeiten:
Hier kann ich mir anzeigen lassen, wie lange ich von A nach B brauche. Problem: Das Angebot ist auf sechs festinstallierte Standpunkte begrenzt. Die App verrät mir an dieser Stelle etwa, wie lange ich von der Anschlussstelle Pinneberg-Nord nach Bahrenfeld benötige oder vom Hamburger Hafen ins Zentrum. Wenn ich aber wissen will, wie schnell ich von Schnelsen zum Flughafen komme, muss die App passen.


Routenplaner:
Eine gute Idee, aber leider schlecht umgesetzt. Sowohl meinen Standort, die Frohmestraße in Schnelsen, als auch mein Ziel, den Tibarg in Niendorf, erkennt die App erst, nachdem ich ungefähr vier Fehlermeldungen weggeklickt habe. Beim zweiten Versuch funktioniert zwar alles einwandfrei. Doch die Wegbeschreibung gibt es nur in Textform. Da mir das Lesen während der Fahrt zu gefährlich ist, weiche ich schnell wieder auf Google Maps aus.

Baustellenreport

In der Wochenvorschau werde ich über den Neubau der Langenfelderbrücke informiert. Doch das kann ja wohl nicht alles sein? Was ist mit der nächtlichen Vollsperrung der A7? Aufgeführt sind diese Bauarbeiten nicht. Schade! cs

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