Dr.Torsten Sevecke Bezirksamtsleiter Eimsbüttel Foto: privat

Sevecke wiedergewählt

Im Interview spricht der Eimsbütteler Bezirksamtsleiter über die Zukunft

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Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke (SPD) ist von der Eimsbütteler Bezirksversammlung wiedergewählt worden. Der 53-Jährige, der das Amt seit 2010 ausübt, erhielt dabei 31 von 50 Stimmen. Redakteurin Christina Sluga sprach mit ihm über seine erste Amtszeit und die Herausforderungen der kommenden Jahre.

 

Niendorfer Wochenblatt: Herr Dr. Sevecke,  2010 wurden Sie mit 47 von 50 Stimmen zum Leiter des Bezirksamts Eimsbüttel gewählt. Sind Sie auch mit dem diesjährigen Ergebnis zufrieden?

Dr. Torsten Sevecke: Ja, 31 Stimmen bedeutet, dass die Koalition aus SPD und Grünen mich gewählt hat und darüber hinaus weitere Mitglieder der Bezirksversammlung für mich gestimmt haben. Das ist ein überzeugendes Ergebnis.

 

NW: Was war der größte Erfolg Ihrer ersten Amtszeit?

Sevecke: Neben der Uni-Entwicklung war es entscheidend, Beiersdorf, Porsche und NXP an den Standort Eimsbüttel zu binden und hier weitere Industriearbeitsplätze anzusiedeln. Eimsbüttel muss auch künftig Standort für Industrieunternehmen von Weltrang sein.

 

NW: Gab es auch Niederlagen?

Sevecke: Zwei Vorhaben sind aus meiner Sicht schief gelaufen: die Instandsetzung des Fußwegs im Isebek-Grünzug und der Bebauungsplan für das Eidelstedt-Center. In beiden Fällen gab es Bürgerentscheide, die eine geplante Entwicklung verändert haben. Ich habe daraus gelernt, frühzeitiger in eine konstruktive Kommunikation mit Betroffenen einzusteigen.

 

NW: Was wird die größte Herausforderung für Sie in den kommenden Jahren sein?

Sevecke: Die Hauptaufgabe wird darin bestehen, angemessenen Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen und zusätzlich über 1000 Wohnungen pro Jahr in dem Segment bezahlbarer Wohnraum zu genehmigen.

 

NW: Welche Amtshandlung steht nach der Wiederwahl ganz oben auf der Liste?

Sevecke: Bezirksversammlung und Bezirksamt werden sich im ersten Quartal 2016 um die Fortschreibung der Bezirklichen Entwicklungsplanung kümmern, d.h. eine Eimsbütteler Perspektive für Wohnungsbau, sozialräumliche Angebote, Verkehr, Grünflächenplanung und Kulturangebote in allen Stadtteilen erarbeiten. 

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