Der Streitschlichter zum Fest

Sie arbeiten, wenn andere Weihnachten feiern - BüNaBe Peter Gemborra

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Jeder Polizist muss an einem der Weihnachtstage arbeiten. Am Heiligabend gibt es tagsüber Ladendiebstähle und abends banale Streitereien.

 

„An einem der drei Weihnachtstage arbeitet jeder von uns“, sagt Peter Gembora, Polizeioberkommissar am Polizeikommissariat 24. Er ist dort als Bürgernaher Beamter (BüNaBe)  im besonderen Fußstreifendienst vor allem auf dem Tibarg eingesetzt. Die Bezeichnung findet er unglücklich gewählt: „Bürgernah sind hier alle Kollegen, ich bin der Polizist zum Anfassen.“ Dieses Jahr hat Gembora am Heiligabend Dienst. Er wird bis zum Mittag durch die Geschäfte gehen und mit seiner Anwesenheit Ladendiebstählen vorbeugen oder, falls doch jemand stiehlt, die Anzeige aufnehmen.

Insgesamt sieben Stadtteilpolizisten sind in der Wache für Niendorf und Schnelsen auf eigene Bereiche verteilt. Sie übernehmen die Einsätze, für die es keine Doppelbesetzung braucht. Dazu gehört die Begleitung von Laternenumzügen und die Präsenz auf dem Weihnachtsmarkt. Abendliche Einsätze an den Weihnachtsfeiertagen. Beschränken sich meist auf banale Streitereien zwischen Familienmitgliedern oder Nachbarn. „Das ist das Fest der Liebe, aber oft können sich die Verwandten über die Tage nicht aus dem Weg gehen“, weiß Gembora. Oder der Sohn hat eine Stereoanlage geschenkt bekommen und nun wird es dem Nachbarn zu laut. Wenn der dann die Polizei ruft und den Streit nicht selbst regeln kann, kommt Gembora und schlichtet. „Wichtig ist, dass es den Menschen gut geht. Das ist meine Arbeit.“    tif

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