Umringt von einer Schar Gänse zeigte sich Niendorfs Gänse-Mama 5E5 Ende Oktober in der Hummelsbütteler Feldmark Foto: Simon Hinrichs

5E5 ist wieder aufgetaucht

Die Graugans-Mama sucht aber noch immer ihr Liebesglück

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Die Seifenoper über das Leben der Gänse am Niendorfer Rahwegteich geht weiter. Denn es gibt Neuigkeiten von Graugans-Mama 5E5.

 

Gänse-Experte Simon Hinrichs hat die Gänse-Dame, die 2014 Niendorfs erste registrierte Graugans-Küken  auf die Welt brachte, gut im Blick.

Geklärt ist mittlerweile, was mit ihrem verschollenen Partner N37 passiert ist. „Er wurde leider im August in Niedersachsen erschossen auf einem Stoppelfeld gefunden“, so Experte Hinrichs. Dem Niendorfer Nachwuchs gehe es aber gut: Drei der vier gemeinsamen Kinder von 5E5 und N37 wurden zuletzt beim Golfplatz Wendlohe gesichtet.

Wie das Wochenblatt bereits berichtete, zeigte sich die Mama ja im Frühjahr mit einem neuen Verehrer an ihrer Seite. „Doch auch dieser ist nicht mehr bei ihr und vermutlich Opfer eines Abschusses geworden“, so Hinrichs. In Herzenssachen hat Niendorfs berühmteste Gänse-Lady also kein glückliches Händchen. Zuletzt zeigte sie sich als Single, aber umringt von anderen Gänsen, in der Hummelsbütteler Feldmark und dann auf einem Feld bei Appen-Etz.

Hinrichs: „Als bruterfahrene Gans ist sie für die Ganter äußerst attraktiv. Ich bin mir sicher, dass sie schnell wieder einen Begleiter findet.“ Und vielleicht geht es dann doch wieder zum Brüten an den Rahwegteich? Dort hat es ja mit Nachwuchs im letzten Jahr nicht geklappt, weil ein Kanadagans-Paar das Graugans-Duo verscheuchte. „Leider wurde aber die Kanadagans-Mama gerissen und der Papa zog ein Junges ganz allein auf. Ich glaube nicht, dass er zurückkehrt“, so Hinrich. Damit wäre der Weg zu einem neuen Nestbau für Gänse-Dame 5E5 und ihrem hoffentlich kommenden Frühlings-Flirt frei …  moe

 

 

Verschollene Kanadagans-Familie

 

Im Juni berichteten wir über ein Kanadagans-Paar, das im Rückhaltebecken Hagendeel brütete und gern in den Gärten der Umgebung herumspazierte. „Wir wollten sie gern beringen, leider verschwanden sie aber spurlos vor unserem Termin“, so Simon Hinrichs. Das Schicksal der Gans-Familie ist bis heute unklar. „Es kommt schon mal vor, dass Gänse mit Nachwuchs abwandern. Aber dann hätte sie jemand in der Umgebung bemerken müssen“, erklärt der Experte. „Wir vermuten, dass den Gösseln etwas zugestoßen ist und die Eltern deswegen weggeflogen sind.“

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