Flüchtlinge und Olympia

Zum 25. Mal wurde bei den Lokstedter Gesprächen diskutiert

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Seit 25 Jahren hält das Gymnasium Corveystraße eine politische Tradition aufrecht: Einmal im Jahr sind Politiker der in der Bezirksversammlung vertretenen Parteien zur Diskussion eingeladen.

 

Das Medienprofil der Oberstufe organisiert die Veranstaltung, zu der immer viele benachbarte Bürger und natürlich Schüler als Publikum erscheinen. Beim mittlerweile 25. Lokstedter Abend ging es um zwei Themen: Die  Flüchtlingssituation in Hamburg und die Olympia-Bewerbung der Hansestadt.

Der Niendorfer Bundestagsabgeordnete Niels Annen (SPD) lobte den Zusammenhalt der Hamburger, der es möglich macht, die täglich ankommenden 400 bis 600 Flüchtlinge aufzunehmen. Lisa Kern (Grüne) betonte, dass die Aufgaben ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer nicht zu schaffen wären.

Für die Folgeunterbringung der Flüchtlinge ist schnellstmöglich der Bau von 5600 Wohnungen geplant. Der Lokstedter Bürgerschaftsabgeordnete Carsten Ovens (CDU) wies darauf hin, dass diese nicht geballt am Stadtrand entstehen sollten, um eine Ghettobildung zu vermeiden.

Ein großer Schub

Zur Olympia-Bewerbung lagen die Meinungen dicht beieinander. Annen und Ovens erwarten einen großen Schub für die Hamburger Infrastruktur. Von großzügig geplanten 11,2 Milliarden Euro, die die Spiele kosten könnten, würde Hamburg nur 1,2 Milliarden selbst aufbringen müssen. Die könnten in den kommenden neun Jahren angespart werden. Die Vertreter der FDP (Lutz Schmidt) und AfD (Jörn Kruse) schlossen sich der Auffassung an.

Die Grünen in Hamburg haben sich mit 51 zu 49 Prozent für die Bewerbung ausgesprochen. Kern forderte nachdrücklich alle Anwesenden auf, am Referendum am 29. 11. teilzunehmen, auch wenn sie persönlich zu der knappen Minderheit in ihrer Partei gehöre. Carola Ensslen (Linke) warnte vor den Unsicherheiten bei der Kostenkalkulation. tif

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