Schnelsens neue Mitte

Quartierspark verbindet den getrennten Stadtteil

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Der neue Schnelsener Quartierspark wird der erste von insgesamt drei Hamburger Deckelparks sein und den jahrelang durch die Autobahn getrennten Stadtteil wieder verbinden. Das Besondere: Da die Grünanlage auf dem Autobahntunnel angelegt wird, wird dieser nicht eben- erdig sein, sondern teils wellenförmig an- und absteigen.

Verantwortlich für die Umsetzung ist das Büro Pola Landschaftsarchitekten. Das Konzept der Berliner sieht ein Zusammenspiel vierer Komponenten vor: Eine asphaltierte Esplanade fungiert als Hauptwegeverbindung zwischen nördlichen und südlichem Stadtteil. Eine Kleingarten-Anlage mit insgesamt 42 Parzellen und einem Vereins- haus gibt zahlreichen Laubenpiepern die Gelegenheit ihrem Hobby zu frönen.

Als Kernstück des Parks gilt die 350 Meter lange Parkwiese zwischen Frohme- und Heidlohstraße, die viel Platz zum Spielen, Entspannen und Erholen bieten soll. Ein neuer Quartiersplatz bildet den Parkeingang von der Frohmestraße aus und kann von den Bürgern für verschiedene Aktivitäten genutzt werden.

„Damit wird an der Frohmestraße ein neuer Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität zu einer lebendigen Entwicklung des Zentrums beitragen können und es qualitätsvoll ergänzen“, berichtet Dr. Magnus-Sebastian Kutz, Sprecher der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW).

Wer im Zuge des A7-Ausbaus auf eine weitere Aufwertung des Schnelsener Zentrums, neue Geschäfte, eine verbesserte Verkehrsführung oder ein verändertes Ambiente gehofft hatte, wird  allerdings enttäuscht. „Für die Frohmestraße konzentrieren sich die Planungen derzeit auf den Autobahndeckel“, so Kutz weiter.

BID ist noch kein Thema

Ohnehin: Die Errichtung eines Business Improvement Districts (BID) – eines sogenannten Innovationsgebiets, in dem Maßnahmen zur Quartiersaufwertung umgesetzt werden – wie etwa am Niendorfer Tibarg der Fall – können weder von der Verwaltung noch von der Politik auf den Weg gebracht werden. BIDs sind eine Initiative privater Grundeigentümer und werden auch durch eben diese finanziert. Kutz: „Bislang sind uns aus der Frohmestraße keine Bemühungen in diese Richtung bekannt.“ cs

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