Kies schaufeln und in der Kollau verteilen – eine der Hauptaufgaben für die Nabu-Ehrenamtlichen Foto: Lars Panzer

Renaturierung ist bitter nötig

Die Kollau ist aber auf einem guten Weg

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Zehn Tonnen Kies eingebracht und Strömungslenker eingebaut – die Bilanz des Bach-Aktionstages an der Kollau kann sich sehen lassen.

 

Mit von der Partie bei den Renaturierungsarbeiten waren 18 fleißige Ehrenamtliche vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) unter der Leitung von Lars Panzer. „Die Kollau hat’s bitter nötig“, sagte Panzer nach dem Einsatz zum Niendorfer Wochenblatt.


Kein Wunder, denn aus vielen einst lebendigen Stadtbächen wie der Kollau wurden in der Vergangenheit begradigte, ausgebaggerte und betonierte Gewässer ohne Leben darin. Aber erste Erfolge der Renaturierungsarbeiten sind schon sichtbar; neues Leben zieht in die Bäche ein.

„Während unserer Arbeiten schwamm sogar ein Hecht vorbei“, erzählte Lars Panzer. Das Bezirksamt hatte bereits vor Monaten die groben Vorarbeiten besorgt und mit schwerem Gerät das Bachbett neu modelliert sowie alte Kanten abgeflacht. In Abstimmung mit dem Bezirk kümmerte sich nun der Nabu um die weiteren Arbeiten.

Wichtig ist dabei, dass aus der monotonen, schnell fließenden Röhre ein Bach mit schwingendem Lauf und unterschiedlichen Lebensräumen entsteht. Krebse, Schnecken und Muscheln kehren zurück – jedoch nur langsam, weil ihre Wanderfähigkeit beschränkt ist. Hamburgweit gesehen lässt sich aber schon jetzt sagen, dass es mehr Fische gibt und auch Eisvögel und Fischotter. Die Natur ist ein kleines bisschen intakter geworden. bk

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