Zufrieden mit dem Ergebnis Dr. Jörn Biel, Jens Kerstan und Dr. Robert Habeck (v. li.) haben neue Bäume entlang der historischen Altona-Kiel-Chaussee gepflanzt Foto: cs

Frisches Grün für alte Chaussee

Kerstan und Habeck pflanzen Bäume in Schnelsen und Bönningstedt

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In der Regel sind es die Bäume, die dem Verkehr weichen müssen. Doch dieses Mal ist anders: Jens Kerstan (Grüne), Hamburger Senator für Umwelt und Energie, und sein schleswig- holsteinischer Kollege Dr. Robert Habeck (Grüne), haben vier Kaiserlinden entlang der historischen Altona-Kiel Chaussee gepflanzt.

 

Anlass der Pflanzaktion, die von einem großen Presserummel begleitet wurde, ist ein Projekt des Schleswig-Holsteinischen Heimatbunds (SHHB), nicht nur den historischen, sondern auch den ökologischen Charakter der einstigen Allee wieder lebendig werden zu lassen.


Bislang zehn Prozent

Seit 2008 wurden bislang 1079 neue Bäume zwischen Kiel und Altona gepflanzt. Somit seien knapp zehn Prozent der Strecke wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt worden, berichtete SHHB-Präsident Dr. Jörn Biel. 

Jeweils zwei neue Bäume sind nun an der Kieler Straße in Höhe der Hausnummer 118 in Bönningstedt sowie an der Holsteiner Chaussee in Schnelsen kurz vor dem Hotel Ausspann hinzugekommen.

Senator Kerstan: „Es ist gut, dass Natur, Lebensqualität und geschichtliches Erbe heute wieder stärker in den Fokus rücken.“ Hamburg und Schleswig-Holstein seien nicht nur durch die Altona-Kiel-Chaussee verbunden. „Auf vielen Feldern können wir mehr erreichen als allein: etwa bei der Energiewende, im Naturschutz, bei der Verkehrs- entwicklung oder für die Integration.“

Gemeinsam mit Kerstan und Habeck legte Dr. Jörn Biel, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes mit Hand an beim pflanzen der vier Bäume. cs

 

Die Geschichte

 

Die sogenannte Altona-Kiel Chaussee, die auf Hamburger Gebiet durch Langenfelde, Eidelstedt und Schnelsen führt, wurde von 1830 bis 1832 gebaut. Sie ist die erste ingenieurstechnisch geplante und gebaute Straße in Schleswig-Holstein. Ziel der 91,4 Kilometer langen Straße war es damals, eine schnelle, bequeme, sichere und mautpflichtige Verbindung vom Elbehafen Altona zum Ostseehafen Kiel zu schaffen. Für die wirtschaftliche Entwicklung bedeutete diese Verkehrsverbindung einen starken Aufschwung des Handels. Die Chaussee wurde anfangs als Pappelallee gestaltet und später mit Linden, abschnittsweise auch mit Eichen, Ahornen und Ulmen bepflanzt. cs

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