Hochmotiviert Schüler der Grundschule Sachsenweg erliefen beim Spendenlauf 4912 Euro Foto: moe

„Die Flüchtlinge haben doch nichts“

Beim Helfen zeigen Schüler viel Kreativität und Engagement

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Zahlreich und auf ganz unterschiedliche Art helfen die Lokstedter, Schnelsener und Niendorfer den in den Stadtteilen untergekommenen Flüchtlingen. Auch die Schulen im Umkreis engagieren sich vielfältig für die Bewohner in den Zentralen Erstaufnahmen (ZEA) und Notunterkünften.

 

 

Gymnasium Bondenwald:  Die Schüler des Sozialen Projekts engagieren sich seit Öffnung für die ZEA Niendorfer Straße: Sie haben Kleidung und Spielsachen gesammelt, einige unterrichten vor Ort Deutsch oder spielen mit den Kindern. Donnerstags werden Flüchtlingskinder abgeholt, die gemeinsam mit Schülern Sport treiben.  Geplant sind ein Spendenlauf und auch Unterstützung für die Unterkunft Paul-Sorge-Straße.

 

Stadtteilschule Niendorf: Die Schüler nähten rund 150 Kissen als Willkommensgeschenk für Kinder der ZEA in Niendorf. Es gab verschiedene Sammelaktionen für Sachspenden sowie  Spielzeug und eine Klasse half in der Kleiderkammer Messehallen beim Sortieren. Geplant sind ein Sponsorenlauf im Dezember sowie gemeinsame Aktivitäten mit Flüchtlingskindern.

 

Gymnasium Corveystraße: Achtklässler halfen beim Sortieren in einer Kleidungs-Sammelstelle. Außerdem finden Workshops zum Flüchtlingsthema statt. Am Mittwoch, 18. November, werden bei der Podiumsdiskussion „Lokstedter Gespräche“ um 19.30 Uhr Politiker aller Parteien um 19.30 auch das Flüchtlingsthema aufgreifen.

 

Gymnasium Ohmoor: Das Schulsprecherteam hat mit der Initiative „Wir in Niendorf“ an der Schule Kleidung gesammelt für die ZEA Niendorfer Straße gesammelt. Flüchtlingskinder haben am Spielfest in bewusst gemischten Mannschaften teilgenommen. Schüler und Lehrer haben beim Sortieren von Kleidung in den Messehallen geholfen. Die beim traditionellen Walk ‘n‘ Run erlaufenen Spenden in Höhe 2000 Euro kommen der ZEA Niendorf zugute. Weitere Aktionen wie Deutschunterricht sind geplant.

Grundschule Sachsenweg: Kurz vor den Herbstferien gab es einen Spendenlauf im Park am Grootsee. „Das ist wichtig, dass wir das machen und helfen“, so Linus (8). „Die Flüchtlinge haben doch fast nichts dabei, wenn sie ankommen“. Er und seine Schulfreunde erzählen, dass sie auch schon privat mit ihren Eltern Kleidung für die Flüchtlinge abgegeben haben. Trotz Nieselwetters legten sich die Mädchen und Jungen beim Spendenlauf mächtig ins Zeug. Und tatsächlich erliefen sie die stolze Summe von 4912 Euro. „Das Geld soll in sinnvolle Sachspenden investiert werden, die wir an die Flüchtlingskinder der ZEA Niendorfer Straße übergeben wollen“, so Organisator und Sportlehrer Mitja Bruhn.

 

Schule Burgunderweg:  Ausgehend von der Klasse 3c gab es eine Aktion für die Flüchtlinge in den Messehallen. Und bei der Lokalen Bildungskonferenz im Burgunderweg stellten verschiedene Niendorfer  Organisationen sich und ihre Arbeit zur Flüchtlingshilfe vor. Schulleiterin Britta Kuß: „Anschließend wurden konkrete Verabredungen der Akteure für weitere Maßnahmen getroffen sowie eine differenzierte Diskussion der Situation geführt.“

 

Grundschule Bindfeldweg: Die ersten Klassen sammelten Kleidungsstücke für Flüchtlinge.

 

Schule Rönnkamp: Sie  nimmt teil an den runden Tischen in Schnelsen und hat eine emsige Elternvertreterin, die sich um die Belange von Flüchtlingen in der Erstaufnahme kümmert.

 

Schule Vizelinstraße: Hier  bie-ten Lehrkräfte ehrenamtlich Deutschunterricht für Mütter an und betreuen die Kinder während dieses Unterrichts.

 

Schule Röthmoorweg:  Hier findet ein regelmäßiges „Café Kunterbunt“ – mit den Kindern und Eltern, Erziehern aus dem Hort, Senioren des Albertinenhauses und einer Lehrerin.

Anna-Warburg-Schule: Nach einem Unterrichtsbesuch von Flüchtlingen sammelten die Schüler knapp 100 Paare Gummistiefel und übergaben sie der Erstaufnahmeeinrichtung in der Schnackenburgallee. 

Alle anderen Schulen konzentrieren sich zunächst auf die Alltags- Arbeit mit den bei ihnen untergebrachten Kindern. moe/bk

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