Im Interview Steffi Kranawetter leitet die Messe-Halle Hamburg-Schnelsen Foto: cs

„Ich nähe für mein Leben gern“

Steffi Kranawetter, Geschäftsführerin der Messe Schnelsen, über Entwicklungen und Herausforderungen

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Kreativmesse, Perlenkunstmesse, Nähmesse, Stoffmesse: Die MesseHalle Hamburg-Schnelsen ist auf dem besten Weg, ein Hotspot für Kreatives und Handgemachtes zu werden.  Redakteurin Christina Sluga sprach mit Geschäftsführerin Steffi Kranawetter über Entwicklungen und Herausforderungen der Messe- Organisation.

 

Niendorfer Wochenblatt: Frau Kranawetter, ist das  Handarbeiten ein neuer Schwerpunkt der MesseHalle Hamburg-Schnelsen?

Steffi Kranawetter (lacht): In der Tat haben wir mittlerweile fünf Messen in unserem Veranstaltungskalender, die sich mit dem Thema beschäftigen. Ich glaube, das reicht dann aber auch.

 

NW: Diese Entwicklung war also nicht geplant?

Kranawetter: Nein, das alles geschah eher zufällig. Die erste „Kreativ Hamburg!“, eine breitgefächerte Messe rund ums Gestalten, Basteln und Handarbeiten ist 2010 eingeschlagen wie eine Bombe. Ruckzuck hatten wie mehr Anfragen als wie bedienen konnten – vor allem zum Beispiel beim Thema Stoffe. Also haben wir für diese Aussteller eine eigene, kleine feine Stoffmesse auf die Beine gestellt. Eine Befragung unter den Besuchern ergab außerdem, dass diese sich eine Veranstaltung mit Schwerpunkt Mode und Bekleidung wünschten. Dies bildete beispielsweise die Grundlage für die Nähmesse – und natürlich mein eigenes Interesse. Ich sitze nämlich selbst für mein Leben gern an der Nähmaschine.

 

NW: Was ist denn der nächste Höhepunkt im Messe-Kalender?

Kranawetter: Ganz klar: Die „Kreativ Hamburg! Weihnachtszauber“, die in diesem Jahr bereits am ersten November-Wochenende ihre Tore öffnet. Das kommende Jahr ist übrigens auch schon komplett durchgeplant, genauso wie ein Teil des Jahres 2017…

 

NW: Apropos: Erschwert der A7-Ausbau die Messeplanung? Was ist, wenn am Messewochenende wieder eine Vollsperrung geplant ist?

Kranawetter: Gott sei Dank stehen wir in gutem, engem Kontakt mit dem zuständigen Bauleiter. Wir geben ihm unseren Terminkalender und er versucht, die erforderlichen Baumaßnahmen drum herum zu planen.

 

NW: Die Dauerbaustelle A7 ist also kein Problem?

Kranawetter: Das würde ich so nicht sagen. Fakt ist, dass wir in diesem Jahr bei fast allen Messen Besucherrückgänge zu verzeichnen hatten. Es lässt sich schwer beweisen, aber ich vermute, dass viele Autofahrer den Weg zu uns scheuen, aus Angst, in einen Stau zu geraten. Dabei kommt man auch auf der A7 am Wochenende meistens echt gut durch, nur in der Woche ist es nervenauf-
reibend!

 

NW: Vielen Dank für das Gespräch.

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