Auf Augenhöhe Vor der Trainingseinheit holt Frank Alster seine Bambinis zusammen Foto: ar

Viel mehr als „nur“ Trainer

„Kinder sind einfach klasse!“ - Frank Alster und Germanias Jüngste

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Er ist beim TuS Germania Schnelsen nicht wegzudenken. Zwar tritt Frank Alster in seinem vierzehnten Trainerjahr jetzt kürzer – ganz ohne Nachwuchsarbeit geht es bei ihm aber nicht…

 

Wenn es um Nachwuchsarbeit in Sachen Fußball geht – dann ist der TuS Germania Schnelsen wirklich großartig: Weit über 30 Mannschaften trainieren im Verein, jeder Jahrgang ist besetzt. Dazu gibt es viele soziale Projekte von Aktionen zur Gewaltprävention bis zu Fußballcamps für sozial benachteiligte Kinder. Immer mittendrin: Frank Alster. Der 49-Jährige war jahrelang Mitglied der Jugendleitung und zuständig für soziale Projekte. Woher diese Leidenschaft kommt? „Weil Kinder einfach klasse sind“, sagt er.

Als Jugendlicher spielte er selbst beim FC St. Pauli, seinen Trainerschein machte Frank Alster bereits vor 34 Jahren. Als seine Söhne dann bei Germania eintraten, kam er mit. Und wuchs immer mehr in die Arbeit hinein.

Vergangenes Jahr trainierte er schließlich acht Mannschaften gleichzeitig. „Da stand ich von 16 bis 22 Uhr durchgehend auf dem Platz“, erinnert er sich. Das wurde dann auch ihm zu viel. „Ich hatte kaum noch Zeit für die Kinder und die Eltern.“Also trat er auf die Bremse.

Aber ohne Nachwuchsarbeit? Nein, das geht nicht. Aktuell trainiert er die Kleinsten, die Bambinis sowie die A-Jugend. Und vor allem bei den Kleinsten zeigt sich, dass Frank Alster viel mehr ist, als „nur“ ein Trainer: Da wird getröstet, aufgemuntert, angefeuert, gelacht, nebenbei ein Schnürsenkel neu gebunden und schon geht’s weiter. Ganz nebenbei vermittelt er den 3- bis 4-Jährigen Fairness und Toleranz. „Für mich ist wichtig, dass sie lernen miteinander zu spielen. Fußball ist ein Mannschaftssport, da muss man auch Rücksicht nehmen können“, erklärt er.

Wie engagiert er ist, hat sich nicht nur in Schnelsen rumgesprochen. Vom Deutschen Fußballbund wurde Frank Alster bereits ausgezeichnet – und obwohl er für seine neue Mannschaft überhaupt keine Werbung gemacht hat, standen am ersten Trainingstag schon mehr als zehn Kinder auf dem Platz. Und die Kids wollen nur eins: Spielen – mit „ihrem“ Trainer… ar

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